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Mietrecht: Bodenbelag abgenutzt - was nun?

Sie wollen aus Ihrer Wohnung ausziehen, und plötzlich fordert der Vermieter, Sie sollen den Bodenbelag erneuern? Das Mietrecht ist beim Bodenbelag auf Ihrer Seite, wenn Sie diesen nicht unsachgemäß beansprucht haben.

Eine Erneuerung des Bodenbelags kann für Mieter schnell teuer werden, denn schon günstige Varianten schlagen mit hohen Quadratmeter - Preisen zu Buche. Aber im Normalfall wird auch kein Mieter zu dieser Erneuerung gezwungen. Wenn der Bodenbelag zum Zeitpunkt als Sie in die Wohnung eingezogen sind, bereits vier Jahre alt war, sind Sie auf der sicheren Seite.

Wichtig ist, dass Sie den Bodenbelag nicht unsachgemäß beanspruchen. Wer seine Wohnung ganz normal nutzt, wird sich kaum eine unsachgemäße Beanspruchung vorwerfen lassen können.

Aber: Auch wenn Sie freiwillig den Bodenbelag austauschen möchten, müssen Sie sich die Zustimmung Ihres Vermieters holen! Wenn Sie beispielsweise alte Auslegeware gegen Parkett austauschen möchten, so stellt das eine bauliche Veränderung der Mietsache dar, die der Zustimmung durch den Vermieter bedarf. Auch wenn Sie durch Ihre Renovierungsarbeiten den Zustand der Wohnung aufwerten, sollten Sie vorher Ihren Vermieter um Erlaubnis bitten. Sie können sonst bei Auszug zur Wiederherstellung des vorherigen - schlechteren - Zustand verpflichtet werden.

Wenn Sie Ihren Vermieter in einem solchen Fall um Erlaubnis bitten, wird er Ihnen kaum die Zustimmung verweigern - im Gegenteil villeicht können Sie für Ihren Aufwand sogar noch einen finanziellen Zuschuss erhalten.

Wenn Ihr Parkett jedoch so stark abgenutzt ist, dass es nicht mehr brauchbar ist, so ist Ihr Vermieter in der Pflicht die Sanierungsarbeiten durchzuführen.

 

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