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Mietrecht bei Wasserschaden: Was tun wenn's tropft?

Das Mietrecht ist bei Wasserschaden besonders vermieterfreundlich. Wenn durch Rohrleitungen in Ihrer Wohnung bei Ihnen oder bei Ihrem Nachbarn ein Wasserschaden auftritt, so haften die Mieter dafür untereinander. Dies hat das Oberlandesgericht Köln in einem Verfahren so entschieden. Im konkreten Fall war durch eine undichte Rohrleitung ein erheblicher Schaden in einer Nachbarwohnung entstanden.

Der Vermieter ist nicht verpflichtet, regelmäßig und ohne Anlass die Rohrleitungen zu prüfen. Vielmehr kann er sich auf die Sicherungspflicht des Mieters verlassen. (Oberlandesgericht Köln Az. 22 U 139/03). In wie weit dieser jedoch regelmäßig die Rohrleitungen prüfen muss, ist im konkreten Beispielurteil des Oberlandesgerichtes nicht abschließend geklärt.

Das heisst als Mieter sollte man unbedingt über eine Haftpflicht- und über eine Hausratversicherung verfügen, die im Zweifelsfall die betreffenden Kosten trägt. Denn so ein Wasserschaden kann schnell zu recht hohen Kosten führen. Man denke nur an Einrichtungsgegenstände, Bücher, Plattensammlungen, Wertgegenstände und technische Geräte, die bei einem Wasserschaden beschädigt oder gar zertört werden können.

Denken Sie also unbedingt über den Abschluss der entsprechenden Versicherungen nach und sprechen Sie mit Ihrem Versicherungsmakler darüber. Übrigens: Auch Waschmaschinen sind häufig Ausgangspunkt von Wasserschäden. Moderne Geräte sind heute meist mit einer Aqua-Stopp Automatik ausgestattet, die die Wasserzufuhr sofort kappt, sobald Wasser unten aus der Maschine austritt. Laut Bedienungsanleitung sollen die meisten Waschmaschinen jedoch nur unter Aufsicht betrieben werden. Darauf sollte man unbedingt auchten, da sonst auch die Haftpflichtversicherung für entstehende Schäden nicht haftet.

 

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