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Mietrecht bei Todesfall: Was gilt für die Hinterbliebenen?

Wenn ein geliebter Mensch stirbt, müssen viele Dinge geregelt und organisiert werden, über die man sich vielleicht zuvor noch nie Gedanken gemacht hat. Was passiert beispielsweise mit der Mietwohnung wenn einer der Vertragspartner stirbt? Wir haben alle Infos zum Thema Mietrecht bei Todesfall zusammengetragen.

Wichtig ist zu beachten, dass der Mietvertrag nicht automatisch endet, wenn der Mieter oder der Vermieter stirbt. Generell geht der Vertrag auf die Erben über. Allerdings gelten im Mietrecht bei Todesfall einige Besonderheiten.

Im Regelfall wird das Mietverhältnis mit den überlebenden Mietern fortgesetzt, wenn ein Mieter stirbt. Dabei handelt es sich oft um Familienangehörige oder Erben des Verstorbenen. Wenn der Mietvertrag von mehreren Mietern unterzeichnet wurde, wird der nach dem Tod eines Mieters zu den ursprünglichen Bedingungen fortgeführt.

Falls der Ehepartner, Lebenspartner oder die Kinder, die mit dem Verstorbenen im selben Haushalt lebten, nicht selbst Partei des Mietvertrags waren, treten sie im Todesfall an Stelle des Verstorbenen in den Vertrag ein. Falls niemand den Mietvertrag weiterführt, geht er automatisch auf den Erben über.

Allerdings sieht das Mietrecht bei Todesfall ein Sonderkündigungsrecht vor. Nach §580 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB), kann sowohl der Erbe als auch der Vermieter das Mietverhältnis innerhalb von einem Monat und mit der gesetzlichen Frist von drei Monaten außerordentlich kündigen.

Handelt es sich beim Verstorbenen um den Vermieter, besteht der Mietvertrag mit dem Erben des Vermieters zu den alten Bedingungen fort. Eine Änderung oder Kündigung des Mietverhältnisses kann in dem Fall nicht verlangt werden.

Quelle: dejure.org, das-rechtsportal.de

 

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