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Mietsünder und die Folgen für die Vermieter

Es ist eine dicke Mappe, die man zusammenstellen muß, wenn man sich auf Wohnungsuche begibt. Die Schufa-Auskunft, die sagt, dass man schuldenfrei durchs Leben geht, der Arbeitsvertrag, der sagt, dass man monatlich Geld verdient und eine Bescheinigung des vorherigen Mieters, die darüber Auskunft gibt, dass man ein einständiger Mieter ist. All dies will der neue Vermieter schwarz auf weiß nachlesen, bevor er einen Mietvertrag erstellt - normalerweise. Denn immer mehr Vermieter verlassen sich nämlich bei der Vergabe einer Wohnung auf ihr Bauchgefühl und vermieten ihre Wohnung an Menschen, die keinerlei Unterlagen vorgelegt haben. Dies kann fatale Folgen haben.

Die im Mietvertrag vereinbarte Miete wird im schlimmsten Fall gar nicht oder viel zu spät überwiesen, so dass der Vermieter immense Kosten zu tragen hat. Unter Forschern werden diese Vermieter Amateur-Vermieter genannt. Meist ist es das zu schnelle Vertrauen, aber auch die Bequemlichkeit, die sie dazu bringen die nötigen Unterlagen nicht zur Ansicht zu verlangen. Dies kann zur Folge haben, dass der Vermieter monatelang auf Mieteinnahmen verzichten muß. Denn sollte er das Pech haben und einen Mietnomaden den Zuschlag für die Wohnung gegeben haben, so kann er erst ca. drei Monate nach der Kündigung eine Räumungsklage in die Wege leiten.

Generell muß man natürlich anmerken, dass nicht jeder Mieter, der seine Unterlagen nicht vorlegt ein Betrüger ist und dem Vermieter Ärger verursacht, aber dennoch sollte eine Prüfung der Vermieter lieber vorab passieren, um dann nicht im Nachhinein die Probleme zu haben.

Quelle: n-tv.de
Bild: tyo (Flickr)

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