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Kosten für den Mieter beim Einbau eines Aufzugs

Wenn man mit vielen Einkaufstüten bepackt die Treppen zu seiner Wohnung hinaufkeucht, wünscht man sich an einigen Tagen einen Aufzug, der einen bis zur Wohnungstür fährt. In Neubauten ist dieser Luxus meist immer enthalten, aber die meisten Altbauten lassen die Bewohner noch die schönen und meist weitläufigen Treppen besteigen. Doch es gibt auch Hausbesitzer, die im Rahmen einer Modernisierung und Aufwertung des Hauses einen Aufzug einbauen lassen.

Diese Baumassnahme hat für die Mieter nicht nur die positive Konsequenz, dass sie ihre Lasten nicht mehr die Treppe hochtragen müssen. Die negative Konsequenz ist, dass der Vermieter, wenn er die Veränderung frühzeitig ankündigt, einen hohen Zuschlag auf die Miete anrechnen kann. Jegliche Neuheiten und Verbesserungen kosten selbstverständlich Geld und somit kann in einem solchen Fall die Mieterhöhung bei bis zu 11 Prozent der Jahresmiete liegen.

Diese Erhöhung bekam erst kürzlich eine Mieterin aus dem zweiten Stock eines Wohnhauses zu spüren, die mit dem neuen eingebauten Fahrstuhl in ihrem Wohnhaus nur eine Etage fahren konnte und dann wieder Treppen steigen mußte. Da sie durch den Aufzugseinbau somit verständlicherweise nun nicht immens profitieren konnte und auch die Kommunikation seitens des Vermieters nicht in Ordnung war sah sie keinerlei Anlass die höhere Miete zu zahlen und ging vor Gericht. Der Vermieter bekam Recht und die Mieterin muß die Mieterhöhung, die in ihrem Fall bei 35 Prozent lag akzeptieren. Ein Auszug aus Protest aus dem Haus dieses Vermieters scheint in diesem Fall wohl eher unwahrscheinlich. Die Dame ist 86 Jahre.

Quelle: focus.de
Bild: tnarik (Flickr)

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