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Mehrgenerationenhäuser: Traum oder Alptraum?

Früher war es üblich, langsam wird es wieder modern: Mehrgenerationenhäuser sind nicht mehr nur eine bauliche Maßnahme in einigen Städten, um Senioren und junge Familien miteinander bekannt zu machen, sondern auch eine Alternative für diejenigen, die sich bereits kennen: Familien. Wenn junge Familien sich ein neues Haus kaufen wollen, lohnt es vielleicht, die Großeltern mit einzuplanen.

Soziale und Finanzielle Vorteile

Die Annehmlichkeiten der Mehrgenerationenhäuser sind verbreitet und bekannt, wenn es um den Bereich des täglichen Zusammenlebens geht: Fast schon romantisch ist doch die Idee, dass Kinder ihre Großeltern regelmäßig sehen und diese aktiv an ihrem Leben teilhaben. Damit haben Mutter und Vater auch mehr Zeit für sich und müssen sich weniger Gedanken machen, wer auf die Kleinen achtet, wenn mal ein Kinobesuch ansteht.

Im Austausch müssen ältere Menschen weniger Angst vorm Altern haben: Es ist immer jemand da, der mal mit einkaufen gehen kann, der vorbeikommt und der sich in der vielleicht ungewohnter werdenden Welt von Internet-Rechnungen und Handytarifen zurecht findet.

Aber es kann auch immense finanzielle Vorteile haben, gemeinsam ein Haus zu kaufen. Zunächst erlaubt natürlich das Zusammenlegen eine ganz andere Planung und weil ein größeres Haus oft auf einem größeren Grundstück steht, können die vereinten Generationen so beide davon profitieren, das sie insgesam einen größeren Garten zur Verfügung haben, als sie einzeln bekommen würden.

Unabhängiges Wohnen ist hierbei nicht nur möglich sondern empfehlenswert, denn wenn die "Jungen" den "Alten" die Wohnung offiziell vermieten, lassen sich so Steuern sparen und Renovierungskosten etc. auch langfristig absetzen. Die erhobene Miete muss dabei zwar mindestens 2/3 der ortsüblichen Miete betragen, aber fängt dann oft viele der Renovierungskosten auf.

Ein Modell für Sie?

Sollten Sie jetzt mit dem Gedanken spielen, die ganze Familie unter ein Dach zu holen, müssen Sie trotzdem gründlich planen. Auf der einen Seite sollten Sie wirklich überlegen, ob die Vorteile der Mehrgenerationenhäuser für Ihre Situation gilt: Verstehen Sie und Ihre Kinder sich mit den Großeltern gut genug für (fast) täglichen Kontakt?

Die konkrete Finanzierung besprechen Sie am besten mit Ihrem Steuerberater, denn sämtliche Details gerade so komplizierter Vorgänge kann man als Laie kaum überblicken. Außerdem ist Erfahrung mit den "üblichen Hürden" hier von Vorteil.

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