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Lückenhafte Bauverträge: Wie Beratung im Vorfeld Bauherren beim Sparen hilft

Lückenhafte Bauverträge sind leider eher die Regel als die Ausnahme. Fast zwei Drittel aller Bauverträge weisen erhebliche Mängel auf, was dazu führt, dass Bauherren oft erheblich zuzahlen müssen, bevor sie ihr neues Heim beziehen können.

'Die Bauherren müssen im Schnitt pro Einfamilienhaus 23.000 Euro zuzahlen', so Thomas Penningh vom Verbund privater Bauherren (VPB). Diese horrende Summe bezieht sich auf Bauvorhaben, bei denen die Bauherren erst während des Baus die Beratung des VPB suchten. In Fällen, in denen sich die Bauherren schon vor Vertragsabschluss bautechnisch beraten ließen, konnten die Experten des VPB durchschnittlich Mängel in Höhe von 10.000 Euro pro Bauobjekt feststellen und durch rechtzeitige Nachbesserung der Bauverträge Nachzahlungen verhindern.

Der Grund für die enormen Zuzahlungen sind meist mangelhafte und ungenaue Leistungsbeschreibungen in den Bauverträgen. Leider haben Laien in den meisten Fällen keine Chance die Mängel im Bauvertrag zu entdecken. Daher empfiehlt es sich, vor dem Unterschreiben eines Bauvertrags, diesen von einem Fachmann prüfen zu lassen.

Beratung zu Bauverträgen bieten neben dem VPB auch die Verbraucherzentralen, der Tüv, der Bauherren-Schutzbund und der Verein Wohnen im Eigentum. Die Berater nehmen den Bauvertrag genau unter die Lupe und prüfen ihn auf juristische Fallstricke. Dazu gehören eine fehlerhafte Terminplanung oder unklare Regelungen über die Gewährleistung bei Baumängeln. Außerdem prüfen die Experten die Bau- und Leistungsbeschreibung im Bauvertrag. Auf diese Weise gehen Bauherren auf Nummer sicher, dass sie keinen lückenhaften Bauvertrag unterschreiben und können so Nachzahlungen verhindern. Das Geld für einen Berater ist also gut angelegt, vor allem wenn man die möglichen Folgekosten für Fehler im Bauvertrag bedenkt.

Quelle: homesolute.com, sueddeutsche.de
Bild: Rainer Sturm, Heike Hering (Pixelio)

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