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Lösen intelligente Stromzähler den klassischen Drehstromzähler ab?

Als die sogenannten intelligenten Stromzähler vor etwa zwei Jahren auf den Markt kamen, schwärmten Verfechter der neuen Technik von den zahlreichen Vorteilen für Unternehmen und Verbraucher. Hans-Jochen Luhmann vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie bezeichnete die digitalen Stromzähler gar als die 'neue Energie(effizienz)quelle'. Doch trotz der hohen Erwartungen konnten sich die intelligenten Stromzähler beim Kunden bisher nicht durchsetzen.

Zwar sind die intelligenten Stromzähler seit Anfang des Jahres bei Neubauten und größeren Renovierungen vorgeschrieben, doch wenn Verbraucher die Wahl haben, entscheiden sie sich meist gegen den Einbau der sogenannten Smart Meter. Das ergab eine forsa-Studie im Auftrag der Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv).

Das Prinzip der intelligenten Stromzähler ist, dass sie die Verbrauchsdaten in digitale Signale umwandeln, die dann per Funk oder Kabel an den Stromversorger weiter geleitet werden. Die neue Technik soll ermöglichen, seinen Energieverbrauch durch eine genaue Erfassung besser steuern und sogar Strom sparen zu können. Diese Idee finden knapp 71 Prozent der Befragten grundsätzlich gut, 69 Prozent würden sich sogar einen digitalen Stromzähler einbauen, allerdings nur, wenn dieser kostenlos wäre.

Und genau da liegt das Problem: Aktuell ist die Bereitstellung der intelligenten Stromzähler nicht nur teuer, sondern es wird meist auch noch eine monatliche Gebühr fällig. Dazu kommt, dass die Stromversorger noch keine Tarife im Angebot haben, die auf die neuen Möglichkeiten abgestimmt sind. Um das Einsparpotential der digitalen Stromzähler ausschöpfen zu können, wären flexible, nach Tageszeit variierende Stromtarife nötig.

Während nur vier Prozent der Befragten angaben, sich zu den derzeit üblichen Konditionen für einen intelligenten Stromzähler zu entscheiden, würden 25 Prozent in die neue Technik investieren, wenn die Preise niedrig und das Einsparpotential hoch ist.

Quelle: news.immobilo.de, stromtip.de
Bild: Andreas Morlok, Peter von Bechen (Pixelio)

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