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Londoner sind empört: Metallstachel sollen Obdachlose fernhalten

  • @ethicalpioneer / Twitter

Mit Metallspitzen sollen in London nun Obdachlose davon abgehalten werden, vor Häusern zu schlafen. Die Maßnahme schlägt derzeit hohe Wellen, auf Facebook und Twitter regen sich viele Menschen darüber auf. Den Stein ins Rollen brachte ein User namens @ethicalpioneer, der twitterte: "Anti-Obdachlosen-Spicker. So viel zum Thema Gemeinsinn." Gleichzeitig postete er Bilder davon. Bei dem Twitterer soll es sich um einen Briten namens Andrew Horton handeln.

Sofort brannte ein Sturm der Entrüstung los. Inzwischen hat sogar der "Guardian" die Geschichte aufgenommen. Die Journalisten befragten Anwohner des Hauses mit den Metallspitzen. Eine Bewohnerin meinte, dass vor dem besagten Haus vor etwa sechs Wochen ein Obdachloser geschlafen hätte. Kurz danach seien die Metallspitzen aufgetaucht.

Die Frau meinte weiter, dass sie sicher sei, dass die Teile wegen der Obdachlosen angebracht worden seien. Auch andere Bewohner des Hauses in der Southwark Bridge Road ein paar Hundert Meter südlich des Themseufers bestätigten dies. Auf Twitter äußerte ein User seinen Unmut darüber wie folgt: "Diese Metall-Spikes gegen Obdachlose sind wie die Metallstacheln, die gegen Tauben angebracht werden. Die Armen werden nun also als Ungeziefer betrachtet."

Wenig überrascht von der Aktion gegen Obdachlose zeigten sich Hilfsorganisationen in London. Die Metallstäbe seien schon seit zehn Jahren bekannt. Allerdings wird nicht verschwiegen, dass London ein Obdachlosenproblem hat. In den letzten drei Jahren stieg die Zahl der Menschen, die auf den Straßen Londons leben, um 75 Prozent. Die Metropole habe 6400 Obdachlose.

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