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Lautstärke Regelungen: Wie man Ärger mit dem Nachbarn vermeidet

Lärmbelästigung kann zu erheblichen Problemen zwischen Nachbarn führen. Im schlimmsten Fall kommt es zu einer Beschwerde bei der zuständigen Ordnungsbehörde oder bei nächtlichen Ruhestörungen zu einem Besuch der Polizei. Wer seine Nachbarn mit rücksichtslosem Lärm stört, muss mit einem Bußgeld von bis zu 5.000 Euro rechnen. Da ist es doch besser die Lautstärke Regelungen zu beachten.

Die gängigen Lärmrichtlinien bestimmen, dass die Gartenparty, das Jubeln beim Fußballspiel oder sonstige Aktivitäten im Garten nach 22 Uhr auf einen angemessenen Lärmpegel herunter gefahren werden müssen. Auch was die Rasenpflege angeht, gibt es Lautstärke Regelungen, die man einhalten sollte, wenn man keinen Ärger mit den Nachbarn haben will. Beim Reizthema Rasenmähen gilt, dass motorbetriebene Rasenmäher nur werktags zwischen 7 und 19 Uhr benutzt werden dürfen. Mit leisen Geräten (unter 88 Dezibel) darf der Rasen auch bis 22 Uhr gekürzt werden. Ganz klar geregelt ist allerdings nach der bundesweiten Lärmverordnung, dass an Sonn- und Feiertagen der Rasenmäher im Schuppen bleiben muss.

Auch Musizieren in der Mietwohnung kann von den Nachbarn als Lärmbelästigung empfunden werden. Um Ärger zu vermeiden gilt es auch hier, eine grundsätzliche Lautstärke Regelung zu akzeptieren: Nach einem Beschluss des Bundesgerichtshofes (BGH) ist das Singen und Musizieren in den heimischen Wänden von 8-12 Uhr und von 14-20 Uhr auch dann erlaubt, wenn die Nachbarn die Musik hören können (AZ: V ZB 11/98).

Während Musiker und Heimwerker sich an Ruhezeiten und Lautstärke Regelungen halten müssen, dürfen Kinder jederzeit toben und spielen. Hier hat das Amtsgericht Hamburg-Altona klar entschieden: 'Die Unterlassung von Kinderlärm kann man grundsätzlich nicht verlangen.' (AZ.: 316 C 510/01).

Quelle: wohnen.immonet.de, mieterbund.de
Bild: S. Hofschlaeger, knipseline (Pixelio)

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