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Bausparsumme und Sparrate bestimmen die Laufzeit der Bausparverträge

Die Laufzeit der Bausparverträge hängt einerseits von Bausparsummen und andererseits von Sparleistungen ab. In der Regel beträgt der Zeitraum sieben bis zehn Jahre. Werden große Bausparverträge beziehungsweise -summen abgeschlossen, liegen Laufzeiten auch bei 15 bis 20 Jahren. Das gilt auch oft für eine Reihe von Tarifen, bei denen sehr niedrige Darlehenszinsen gegeben werden.

Je niedriger die gewählte Bausparsumme und je höher die regelmäßigen Sparbeiträge sind, desto eher wird der Bausparvertrag unter Umständen reif für die Zuteilung. Wird der Bausparvertrag zusätzlich mit staatlichen Zulagen bespart, beträgt die Mindestlaufzeit sieben Jahre.

Soll es zur Zuteilung des Bausparvertrages kommen, müssen ein bestimmtes Mindestguthaben, die Mindestvertragslaufzeit und die erforderliche Bewertungszahl erreicht sein. Die Bewertungszahl wird von den Bausparkassen sehr verschieden berechnet. Bei Vertragsbeginn wird sie für den jeweiligen Vertrag festgelegt.

Es sind keine Einzelfälle im Geschäft mit Bausparfinanzierungen, wenn jungen Berufstätigen unter falschen Voraussetzungen der Abschluss eines Bausparvertrages nahegelegt wird. Dem Wunsch nach einer bestimmten Bausumme wird vom Berater umgehend entsprochen. Allerdings bleibt die Realität hinter dem Konzept zurück.

Wenn ein Bausparvermittler zu einer Bausparsumme von 100.000 Euro rät und der Bausparer jedoch nur 30 Euro im Monat ansparen möchte beziehungsweise kann, ist so ein Vertrag zwar eine Goldgrube für den Vermittler jedoch für den Kunden unsinnig und teuer. Der muss nicht nur mehrere Jahrzehnte sparen, gleichzeitig zahlt er noch eine Abschlussgebühr von oftmals mehreren hundert Euro. Selbst bei einer Laufzeit von zehn Jahren und mehr ist mit derart niedrigen Sparbeiträgen nicht mit einer Zuteilung zu rechnen.

Wer aufgrund dieser Situation seinen Bausparvertrag nicht weiter führen möchte, muss auch in diesem Fall mit einem finanziellen Verlust rechnen. In jedem Fall wird eine Abschlussgebühr nicht zurück erstattet. Eine Vorfälligkeitsgebühr von etwa 1 Prozent pro Monat kann anfallen.

Staatliche Fördermittel (Arbeitnehmerpauschale, Wohnungsbauprämie) müssen gleichfalls zurückgegeben werden, wenn eine Mindestlaufzeit von sieben Jahren nicht eingehalten wird. Wer seinen Bausparvertrag kündigen möchte, wartet entweder die Mindestlaufzeit ab oder teilt die Bausparsumme. Einen Teil des Vertrages führt man weiter, der andere wird gekündigt und die Auszahlung beantragt.

 

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