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Küchen: Selbstgebaut geht auch!

Schon Schiller wusste, dass die Axt im Haus den Zimmermann erspart. Und er hat Recht! Vieles im Haushalt lässt sich selber bauen. Das gilt natürlich auch für Küchen. Selbstgebaut hat nicht nur den Vorteil, dass es billiger ist, es bekommt durch das Selbermachen eine ganz andere ideelle Wertigkeit. Denn wer macht in unser heutigen Konsum- und Wegwerfgesellschaft noch etwas selber?

Man sollte die Herausforderung, eine Küche selbst zu bauen jedoch nicht unterschätzen. Wer im Umgang mit Stichsäge, Rohrzange und Akku-Schrauber völlig talentlos ist, sollte vielleicht bei seinen Laubsägearbeiten im Hobbykeller bleiben. Generell kann es nicht schaden, erfahrene Hilfe in Anspruch zu nehmen. Denn alleine hat selten jemand Küchen selbstgebaut.

Bevor man loslegt, gilt es zu überlegen, inwieweit man die Küche selber bauen will. Man wird wohl kaum mit einem Baumstamm beginnen und von Grund auf alles selbermachen. Entweder kauft man fertig zurecht gesägte Bretter um Schränke und Ablageflächen zu bauen oder man greift gleich zu fertigen Elementen.

Bevor man nun in den Baumarkt eilt, sollte man genau ausmessen, was wo hin kommt und welche Materialien dafür benötigt werden. Auch die später genutzten Elektrogeräte müssen bedacht werden, da sie je nachdem Wasser- und Stromanschlüsse benötigen. Gerade die Abwasseranschlüsse dürfen nicht zu weit von Waschmaschine und Spülmaschine entfernt sein, da deren Abpump-Funktionen nur für geringe Distanzen und Höhenunterschiede ausgelegt sind.

Ganz wichtig ist, dass der Herd dann von einem qualifizierten Elektriker angeschlossen wird, da es sich um gefährlichen Starkstrom handelt. Versucht man sich selbst am Anschluss und es entsteht ein (Folge-)Schaden, könnte es zu Problemen mit der Versicherung kommen.

Hat man zahlreiche Stunden im Wechselbad von Euphorie und Frust an seiner Küche gewerkelt, kann man dann sicher sein, dass das erste Essen aus der neuen Küche unvergesslich schmecken wird.

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