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Kosten beim Bausparvertrag - Kleingedrucktes und die Abschlussgebühr beachten

Wer einen Vertrag mit einer Bausparkasse abschließt, muss immer auch mit verschiedenen Gebühren rechnen. Diese Kosten für einen Bausparvertrag sind je nach Institut unterschiedlich. Vor dem eigentlichen Abschluss des Vertrages lohnt sich in jedem Fall ein Vergleich der Bausparkassen und der jeweiligen Tarifmodelle.

Auch wenn die niedrigen Zinsen für ein späteres Bauspardarlehen, die Baufinanzierung günstig erscheinen lassen, beeinträchtigen hohe Kosten die Rendite des Vertrages insgesamt.

Ein großer Posten an Gebühren wird oftmals von der Abschlussgebühr gebildet. Diese muss prozentual für eine bestimmte Bausparsumme bezahlt werden. Bereits hier gilt es für den Anleger aufzupassen. Denn Bausparberater drängen oftmals auf den Abschluss einer hohen Bausparsumme. Das hat für den Berater den Vorteil, dass sich dessen Provision erhöht.

Für den Kunden kommt es gleich zu zwei Nachteilen. Er zahlt nicht nur eine hohe Gebühr, sondern auch noch hohe oder viel zu lang monatliche Sparraten, um ein Mindestsparguthaben und die Zuteilungsphase zu erreichen. Die Festlegung einer idealen Bausparsumme spart Kosten und bringt den Bausparer schneller dem Bauspardarlehen näher.

Während einige Bausparkassen auf die Erhebung einer Abschlussgebühr verzichten, berechnen andere dafür 0,5 bis 1,6 Prozent der Bausparsumme. In einigen Verträgen werden Bausparer die Klausel finden, dass sie die Abschlussgebühr bei nicht Inanspruchnahme der Bauspardarlehen zurückerstattet erhalten. Verbraucherzentralen haben bisher mehrfach gegen die Praxis hoher Abschlussgebühren geklagt, leider bisher erfolglos.

Generell gilt, Gebühren oberhalb von einem Prozent sind nicht akzeptabel. Eine mehrere hundert Euro hohe Gebühr muss immer der Bausparer mit seinen Sparbeträgen ausgleichen. Weitere Kosten beim Bausparvertrag können unter Umständen Kontoführungsgebühren sein. Ein spezielles Magazin für Bausparer kann auch bis zu 10 Euro im Jahr kosten. Für die Ausfertigung des Bauspardarlehens können ebenfalls Bearbeitungsgebühren oder Bereitstellungszinsen anfallen.

Hohe Kosten für einen Bausparvertrag können dazu führen, dass der effektive Zinssatz weit über dem Zinssatz liegt, mit dem die Bausparkassen um Kunden werben.

 

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