Excite

Klare Mietverhältnisse: Kündigungsrechte für Mieter und Vermieter

Wann darf man das Mietverhältnis kündigen? Wie sollte die Kündigung ausfallen? Welche Klauseln müssen dabei beachtet werden? Fragen über Fragen, über die man sich schon vor und bei Mietvertragsabschluss klar werden sollte. Denn andernfalls kann es zu bösen Überraschungen kommen - für Mieter wie für Vermieter!

Daher sind deutliche Richtlinien und Regeln bezüglich des Kündigungsrechtes schon vorab klar im Mietvertrag festzulegen. Bei einer Auflösung des Mietvertrags ist Voraussetzung, dass der Kündigende - ob Vermieter oder Mieter - auch ein entsprechendes Kündigungsrecht, also einen hieb- und stichfesten Kündigungsgrund hat.

Für beide Seiten besteht die Möglichkeit, den Mietvertrag zu kündigen. Jedoch gilt für beide Fälle, dass eben ein nachvollziehbarer Kündigungsgrund vorliegt und vor allem die im Vorfeld vereinbarten Kündigungsfristen eingehalten wurden.

Der Kündigungsgrund muss hinreichend und konkret aufgeführt werden, damit die gesetzlichen Voraussetzungen für die Kündigung erfüllt und nachweisbar sind. Nur ausnahmsweise und in speziellen Fällen ist es zulässig, weitere Kündigungsgründe nachträglich aufzuführen, die die zunächst unwirksame Kündigung doch wirksam machen.

Wenn es sich bei der Mieter- oder Vermieterseite um mehrere Personen handelt, muss die Erklärung unmittelbar und im zeitlichen Zusammenhang von allen Vermietern gegenüber allen Mietern abgegeben werden.

Die Kündigung eines Wohnraumes muss im Allgemeinen schriftlich erfolgen und sollte am besten per Einschreiben mit Rückschein oder durch die Zustellung eines Boten erfolgen. Hinterlässt der Briefträger allerdings lediglich eine Nachricht im Briefkasten, ist die Kündigung offiziell solange nicht wirksam, bis der Betroffene nicht persönlich von ihr Kenntnis genommen hat.

Kündigungsfristen, die im Vertrag aufgeführt wurden, müssen generell bei einer Kündigung eingehalten werden. Die Kündigung setzt erst zum gesetzlich vorgesehenen Kündigungstermin ein. Es stellt sich jedoch die Frage, ob der Mietvertrag auch dadurch vorzeitig gekündigt werden kann, dass zum Beispiel der Mieter einen Nachmieter bzw. Ersatzmieter stellt.

Wenn die vertraglichen Pflichten nachweislich verletzt wurden, kann allerdings auch fristlos und ohne Vorwarnung gekündigt werden. Hier spielt natürlich wieder ein triftiger Kündigungsgrund eine ausschlaggebende Rolle für die sofortige Wirkung.

Liegt ein sogenannter Härtegrund vor, muss zum Beispiel ein Mieter nicht zwangsläufig die Wohnung räumen und kann rechtlich die Fortsetzung des Mietvertrags verlangen. Härtegründe liegen zum Beispiel bei fehlendem Ersatzwohnraum, Schwangerschaft, bei schwerer Krankheit, zu geringem Einkommen, langer Wohndauer bei älteren Menschen, bevorstehende Examen oder Schwierigkeiten beim Schul- und Kindergartenwechsel vor.

Quelle: internetratgeber-recht.de
Bild: zeitfixierer(Flickr)

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2017