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Kaufberatung Sonnenschirme - Auf diese 8 Kriterien müssen Sie achten

Im Sommer ist ein Sonnenschirm im Garten oder auf dem heimischen Balkon unverzichtbar. Er spendet Schatten und macht den Aufenthalt im Freien auch bei hohen Temperaturen angenehm. Um möglichst lange Freude an dem Sonnenzubehör zu haben und von einer komfortablen Nutzung zu profitieren, müssen beim Kauf einige Aspekte beachtet werden. Nachfolgend eine Übersicht der wichtigsten acht Kriterien, die das Auswählen des idealen Modells erleichtern.

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1. Material und Verarbeitung

Grundsätzlich ist beim Kauf eines Sonnenschirms auf strapazierfähiges Material und eine sorgfältige Verarbeitung zu achten. Handelt es sich um ein Modell aus Holz, sollten zumindest Gestänge und Schirmstock aus witterungsbeständigen Sorten gefertigt sein. Elemente die Regen und damit Feuchtigkeit häufiger schutzlos ausgesetzt sind, wie Beschläge und Fußhülsen sollten aus korrosionsfreiem Material bestehen. Dazu gehört rostfreier Edelstahl oder eloxiertes Aluminium. Generell sind Aluminium, Stahl oder hochwertiges Holz geeignet, um Langlebigkeit, Windstabilität und Komfort zu sichern. Günstige Kunststoffmodelle können dabei nicht mithalten. Um Qualität zu erhalten, ist bei der Schirmauswahl nicht nur auf Material und Verarbeitung der allgemeinen Konstruktion zu achten. Auch dem Stoff ist Aufmerksamkeit zu schenken. Dieser sollte mit einer wasserabweisenden Beschichtung behandelt sein. “Die Wasserdichtigkeit von textilen Stoffen wird oft in Form einer Wassersäule in Millimetern angegeben. Im Vergleich zu Funktionskleidung ist bereits eine relativ geringe Wassersäule ausreichend um das Durchdringen von Feuchtigkeit erfolgreich abzuwenden.“ (Quelle: Ratgeberportal sonnenschirme.org)

2. Das Halterungssystem

Da im Sommer regelmäßig Wind weht, sollten Sonnenschirme über ein stabiles Halterungssystem verfügen. Ansonsten drohen sie bei jeder kleinsten Brise zu kippen. In der Regel ist es ratsam zu einem schweren Schirm zu greifen, der über ein durchdachtes System beim Ständerfuß verfügt. Windanfällig sind beispielsweise Systeme aus Kunststoff, die mit Sand oder Wasser gefüllt und damit beschwert werden. Empfehlenswert sind Fußkonstruktionen aus Metall mit massivem Profil. Gesichert durch Steinplatten halten die Schirme selbst stärkeren Windböen stand. Das Schließen bei zu starkem Wind sollte selbstverständlichen sein, um die Konstruktion nicht unnötig zu strapazieren. Je nach Platzbedarf sind derartige Ständersysteme mit Platten ungeeignet, weil sie relativ viel Bodenfläche beanspruchen. Alternativ kommen Ampelschirme oder Seitenarmschirme zum Einsatz. Die Fläche unter dem Schirm bleibt unberührt und steht Sitzgelegenheiten vollständig zur Verfügung. Das Halterungssystem ist seitlich montiert, sodass ein Höchstmaß an Bewegungsfreiheit entsteht. Ein Nachteil derartiger Schirme ist, dass sie nicht die gleiche Stabilität eines Mittelmast-Modells bieten. Spezielle Balkonschirme können direkt am Geländer sicher fixiert werden.

3. Die Größe

Während Ampelschirme beispielsweise bis zu einerr Größe von 3x3 Meter erhältlich sind, werden Mittelmastschirme in deutlich größeren Dimensionen präsentiert. Grund hierfür ist, dass bei Schirmen mit seitlich liegenden Standfuß die Belastung auf das Trägersystem größer wird, als bei Bauweisen mit zentrierter Gewichtsbelastung. Modelle mit zwei bis fünf Metern Durchmesser sind oft als sogenannte Marktschirme ausgewiesen. Welche Größe letztendlich gewählt wird, hängt vom Platz vor Ort und dem individuellen Ansprüchen ab. Während es für kleine Balkone platzsparende Schirme gibt, sorgen ausladende Varianten in großzügigen Gartenanlagen für kühlen Schatten. Soll der Sonnenschirm einen Sitzplatz mit Tisch beschatten, gilt die Faustregel: Auf allen Seiten sollte der Schirm mindestens 50 Zentimeter über den Tisch hinausragen. Mit dieser Vorgehensweise wird sichergestellt, dass auch die Stühle im Schatten liegen.

4. Die Form

Auch bei der Wahl der Form des Schirms sollten individuelle Begebenheiten in die Kaufentscheidung einfließen. Besteht ein runder Gartentisch, wäre ein runder Schirm ideal. Stattdessen sorgt ein rechteckiger Sonnenschirm für die perfekte Beschattung von rechtedicken Tischen. Folgende Formen sind gängig:
  • - rund
  • - oval
  • - rechteckig
  • - quadratisch
  • - fünfeckig
  • - sechseckig

5. Mechanismen

Während die meisten günstigen Kunststoffschirme nach dem Regenschirm-Prinzip einfach aufgeschoben werden, kommt bei aufwändig und stabil gefertigten Modellen aus Stahl, Aluminium oder Holz ein Kurbelmechanismus zum Einsatz. Mit Hilfe einer Hubspindel wird auch bei größten Durchmessern ein komfortables Bedienen ermöglicht. Leichtgängige Handkurbeln mit Selbsthemmung sind optimal. Die Selbsthemmung gewährleistet, dass das System in beliebigen Stellungen stehen bleibt. Ein automatisches Anheben wird durch integrierte Teleskopstangen garantiert. Derart ausgestattete Sonnenschirme sind zwar teurer in der Anschaffung, bieten im Alltag allerdings ein hohes Maß an Komfort und Zuverlässigkeit.

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6. Sonnen- und Farbschutz

Bestenfalls sorgt ein Sonnenschirm nicht nur für ausreichende Beschattung, sondern auch für einen ausreichenden UV-Schutz. Denn Schatten ist nicht mit einer UV-sicheren Umgebung gleichzusetzen. Gesundheitsschädigende UV-Strahlen dringen durch textile Materialien hindurch und schädigen die Haut. Generell lässt sich festhalten, dass umso dichter und schwerer das Material und je dunkler die Farbe ist, desto höher der UV-Schutz. Wer sicher gehen möchte, wählt einen Sonnenschirm mit integriertem UV-Filter. In der Regel informieren die Hersteller den Verbraucher in Form von Datenblättern über den Schutzfaktor des Stoffes. Ist ein UV-Schutz von 80+ angegeben, absorbiert der Sonnenschirm über 80 Prozent des UV-Lichtes und bietet den maximalen Schutz. Hierbei ist auch auf die entsprechende Messmethode zu achten. Nach besonders strengen Richtlinien wird beim UV-Standard 801 der UPF (Ultraviolet Protection Factor) ermittelt.
Folgende Auflistung macht deutlich wie gering der UV-Schutz unter Sonnenschirmen ohne entsprechende Schutzmaßnahmen im Vergleich ist:

  • Schutzmaßnahme: Leichte Baumwollkleidung (nach UV Standard 801) - UV- / Lichtschutzfaktor: Rund 10
  • Schutzmaßnahme: Dichte Baumwollkleidung (nach UV Standard 801) - UV- / Lichtschutzfaktor: Rund 20
  • Schutzmaßnahme: Sonnenschutzlotion (LSF) - UV- / Lichtschutzfaktor: 0-30
  • Schutzmaßnahme: Schatten unter Bäumen - UV- / Lichtschutzfaktor: Rund 5-15
  • Schutzmaßnahme: Schatten unter Sonnenschirmen ohne UV-Schutz - UV- / Lichtschutzfaktor: Rund 5
Im Video vom Bundesamt für Strahlenschutz werden die negativen Auswirkungen von UV Strahlung verständlich erläutert:
Neben dem Sonnenschutz ist auf die Lichtechtzeit zu achten. Zumindest wenn ein dauerhaft optisch ansprechender Schirm angestrebt wird. Ist die Lichtechtheit mangelhaft, bleichen die Farben aufgrund der Sonneneinstrahlung schnell aus. Das Ergebnis ist ein unschöner Schirm. Die Lichtechtheit wird auf einer Skala zwischen 1 und 8 gemessen. Acht steht dabei für einen hervorragenden Farbschutz.

7. Einstellungsmöglichkeiten

Anders als herkömmliche Mittelmastschirme bieten Ampelschirme mehr Einstellungsmöglichkeiten. Verschiedene Neigungswinkel sind einstellbar und erhöhen die Flexibilität. Eine Anpassung auf die entsprechende Sonneneinstrahlung ist bequem möglich.

8. Pflegebedarf

Damit ein Sonnenschirm seine positiven Eigenschaften langfristig behält, ist stets eine gewisse Pflege erforderlich. Daher ist es vorteilhaft wenn sich sämtliche Bauteile einfach reinigen lassen beziehungsweise einen möglichst geringen Pflegeaufwand aufweisen. Sind Stoffe beispielsweise mit einer hochwertigen Imprägnierung versehen, ist der Reinigungsaufwand wesentlich geringer, als bei Stoffen, die Verschmutzungen regelrecht aufsaugen. Der Kauf einer passenden Schutzhülle ist anzuraten, um die Konstruktion im geschlossenen Zustand vor der Witterung zu schützen. So geschützt, muss ein Schirm nicht ständig abgebaut werden, sondern kann auch bei Regen und Wind im Freien bleiben.

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