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Immobilienmarkt Südafrika: Gehen die Südafrikaner doch noch als WM-Sieger hervor?

Bis zum 11. Juli müssen die Fußballfans noch mitfiebern, bis der neue Fußball-Weltmeister in Südafrika gekürt wird. Doch bereits jetzt stehen einige der Gewinner der WM 2010 fest. Dazu gehören die Bauunternehmen im Staat am Kap der Guten Hoffnung, denen der Bau neuer Fußballarenen, Hotels und Straßen im Vorfeld der WM Aufträge in Hülle und Fülle gebracht hat. Welche Auswirkungen die Fußball Weltmeisterschaft insgesamt auf den Immobilienmarkt in Südafrika hat, wird sich noch zeigen.

'Mehr als 2,5 Mrd. Euro sind in den Stadienbau und die Infrastrukturmaßnahmen investiert worden', beschreibt Wolfgang Maenning den Einfluß der WM auf die Baubranche in Südafrika. Der Olympiasieger im Rudern von 1988 forscht heute als Professor für Wirtschaftspolitik an der Universität Hamburg über Sport- und Immobilienökonomie. Für ihn stellen die Milliardenaufwendungen eine 'sinnvolle Investitionen in die Zukunft Südafrikas' dar.

Maenning glaubt, dass die WM die Wirtschaft in Südafrika auch künftig stärken wird, denn die neuen Hotels und Straßen machen das Land für Urlauber und Unternehmen wesentlich attraktiver. Auf diese Weise bietet die WM Südafrika die Möglichkeit, Investoren anzulocken und auch den Immobilienmarkt voranzubringen.

Auch Thomas Beyerle, Leiter von Aberdeen Research, sieht in der Fußball-Weltmeisterschaft eine große Chance für den Immobilienmarkt in Südafrika. In einer Analyse des Immobilienmarktes des Landes hat sein Unternehmen festgestellt, dass Südafrika bisher zwar als Tourismusdestination wohl bekannt ist und auch unter Weinliebhabern längst keine Unbekannte mehr darstellt, aber als Region für nachhaltige Immobilieninvestments eher noch einen weißen Fleck darstelle.

Wie sich die WM langfristig auf den Immobilienmarkt in Südafrika auswirkt, hängt vor allem davon ab, ob das große Fußballfest erfolgreich über die Bühne geht. Soweit alles gut läuft, könnte das dafür sorgen, dass Investoren ein verstärktes Standortvertrauen in Südafrika entwickeln, was laut Beyerle in weiterer Folge den 'Aufbau neuer wirtschaftlicher Beziehungen und die Ansiedlung neuer Unternehmen und Institutionen' bedeuten könnte. Wenn das passiert, könnten die Südafrikaner doch noch als Sieger aus der WM hervorgehen.

Quelle: diepresse.com, news.immonet.de
Bild: Valentina Buj (Flickr)

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