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Ausländische Investoren investieren wieder in Spaniens Immobilien

Auf dem Immobilienmarkt in Spanien war es bis 2010 noch sehr ruhig und überschaubar, da sich nur wohlhabende einheimische Familien bzw. deren Vermögensberater Immobilien in den attraktivsten Vierteln der Großstädte kauften. Doch immer mehr ist zu beobachten, dass internationale Unternehmen den spanischen Immobilienmarkt für sich wiederentdecken und fleißig investieren.

Einen Fokus legen die ausländischen Investoren darauf, meist ausschließlich Immobilien in einer lukrativen Lage anzumieten, so dass man sicher sein kann, dass die erworbenen Räume über Jahre hinweg an Unternehmen vermietet sind. Aktuell ist es bei spanischen Unternehmen sehr beliebt, ihre Immobilie zu verkaufen und danach aber weiterhin als Mieter in der Immobilie ansässig zu bleiben. Mit diesem, auf dem ersten Blick etwas unlogischen Verfahren wird die Bilanz des Unternehmens aufgebessert.

Nicht nur für die ansässigen Unternehmen, auch für die Investoren ist dies natürlich eine sichere Variante, denn somit sind Mieteinahmen garantiert. In den Großstädten Barcelona und Madrid stehen nämlich aktuell unglaublich viele Bürogebäude an sehr attraktiven Plätzen leer. Die Krise veranlasste viele Unternehmen in kleinere und zentrumsferne Gebäude umzuziehen. Trotz einer riesigen Anzahl an freien Büroflächen wird in den Metropolen weitergebaut und zwar an den Bürogebäuden, die vor der Krise begonnen wurden und nun, nach längerem Baustopp weitergebaut werden. Dies wird wohl zur Folge haben, dass die Mieten sich gegenseitig so herunterdrücken, dass sich finanziell nicht allzu gut aufgestellte Firmen vielleicht wieder bald im Zentrum einmieten können.

Quelle: handelsblatt.com
Bild: phyrephox (Flickr)

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