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Beim Immobilienkauf sind die Nebenkosten zu berücksichtigen

Der Kauf einer Immobilie ist aufgrund der kostenintensiven Investition eine für längere Zeit das persönliche Leben und das der Familie bestimmende Entscheidung. Hohe Kreditsummen binden den Käufer unter Umständen bis zu 30 Jahre an eine kreditgebende Bank. Dass dabei die Bank auch mehrmals gewechselt werden kann, spielt keine Rolle. Das Haus gehört einem Käufer erst, wenn die letzte Rate bezahlt und die Grundschuld getilgt ist.

Die Kaufangebote für eine Immobilie beinhalten einen Kaufpreis, der absolut oder auch verhandelbar sein kann. Zu einem Immobilienkauf gehören einige Nebenkosten, die einen Kaufpreis insgesamt um bis zu ein Fünftel erhöhen können. Wer auf einen Makler verzichtet, verringert seine Kosten bereits um einige Prozent.

Der Kaufinteressent kennt sein einsetzbares Eigenkapital. Er kann nun einen Kredit-Rechner benutzen oder direkt mit der Hausbank Kontakt aufnehmen, um die Finanzierungskosten für ein gewünschtes Kaufobjekt zu ermitteln. Jetzt weiß der Kunde über die Kreditsumme und anfallende Baufinanzierungszinsen Bescheid.

Im Zusammenhang mit dem Erwerb einer Immobilie fallen normalerweise drei größere Posten an Nebenkosten an. Diese werden bei den meisten Immobilienkäufen auftreten. Bei einem dieser unabänderlichen Nebenkosten handelt es sich um Notarkosten. Diese sind mit durchschnittlich 1 bis 2 Prozent des Kaufpreises anzurechnen. Eine Kostenverhandlung ist im Prinzip nicht möglich, da vom Notar nach der Gebührenordnung abgerechnet wird.

Zu den vom Notar durchgeführten Aufgaben gehört die Erstellung des Entwurfs für den Kaufvertrag und die Beurkundung der Vertragsunterzeichnung. Außerdem kümmert er sich um das Einholen aller für den Immobilienkauf erforderlichen behördlichen Genehmigungen und nach dem Kauf um die Eintragung des neuen Eigentümers ins Grundbuch.

Die Grunderwerbsteuer ist ein weiterer wichtiger Bestandteil der Nebenkosten beim Immobilienkauf. Die Grundlage für die Steuererhebung ist der Kaufpreis. Zur Anwendung kommt der Steuersatz des jeweiligen Bundeslandes. Dieser beträgt durchschnittlich 4,5 bis 6 Prozent des Immobilienkaufpreises. Wenn im Kaufpreis der Immobilie Einbauten oder Möbel enthalten sind, rechnet das Finanzamt auf entsprechende Information plus Nachweis diese Kostenbestandteile vor der Steuerfestsetzung heraus.

Die Maklercourtage fällt immer an, wenn ein Makler in Anspruch genommen wird. Etwa 7 Prozent des Kaufpreises beträgt die Courtage, die meist Käufer und Verkäufer zu jeweils 50 Prozent tragen. Eine Reihe von Maklern bietet ihre Dienste ohne Maklercourtage an. Hier regelt der Verkäufer mit dem Makler alles erforderliche. Üblicherweise wird die Courtage in den Kaufwert eingepreist.

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