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IKEA: Hütten für Flüchtlinge, leicht steckbar wie Billy-Regal

  • IKEA Foundation

IKEA machte in 2013 nahezu 28,5 Milliarden Euro Umsatz und der schwedische Möbelkonzern steckt das eingenommene Geld nicht nur in das eigene Unternehmen, sondern unterstützt das UN-Hilfswerk nun mit 30 000 Hütten für Flüchtlinge. Diese Unterkünfte sind so leicht zusammenzubauen, wie man es von IKEA-Möbeln gewöhnt ist.

Die Hütten hat der Konzern selbst produziert, heißt es in einem Bericht der Süddeutschen Zeitung. 30 000 Stück sollen bis 2015 ausgeliefert werden. Seit gut einem Jahr befinden sich die Notunterkünfte im Test. Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR hat einige davon unter anderem im Nordirak, in Äthiopien und Somalia aufgestellt. Die Tests finden unter realen Bedingungen statt. Es wird genau geprüft, ob die Hütten Hitze, Wind, Sandstürme und Kälte standhalten.

Eine spezielle Folie, die über das Dach gespannt wird, soll tagsüber Schutz vor enormer Hitze bis 50 Grad bieten. Die Wände sind ebenfalls speziell beschichtet. Dadurch fällt tagsüber Licht in die Hütte, nachts allerdings kein Licht nach draußen. Auf den Dächern sorgen Solar-Paneels für Strom. Diese sind von IKEA-Mitarbeitern entwickelt worden.

Bisher benutzte das Hilfswerk Flüchtlingszelte, diese sind aber sehr anfällig. Mit den 17,5 Quadratmeter großen IKEA-Hütten soll dieses Problem nun behoben werden. Ein IKEA-Häuschen soll drei Jahre halten und kostet rund 500 Euro. Damit spart das UNHCR eine Menge Geld. Und IKEA, das die UN schon seit Jahren unterstützt, hat die Entwicklungskosten selbst übernommen.

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