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Home-Office in der Mietwohnung: Welche Rechte und Pflichten hat der Mieter?

Das Arbeiten in der Mietwohnung wird heutzutage als Thema immer aktueller. Denn die Verlagerung des Arbeitsplatzes in die eigenen vier Wände wird in vielen Betrieben eine immer beliebtere Maßnahme zur Kosteneinsparung für das Unternehmen. Welche Rechte und Pflichten hat der Mieter aber gegenüber dem Wohnungseigentümer, wenn die Mietwohnung zum Gewerbestandort wird?

Fakt ist: Mieter dürfen ihre Wohnräume grundsätzlich auch als Arbeitsplatz nutzen, sofern dadurch keinerlei Schaden entsteht, und die Nachbarn nicht gestört werden. Damit es zu keinen Missständen mit dem Vermieter kommt, sollte man ihn als Mieter korrekterweise darüber in Kenntnis setzen, um welche Art von Gewerbe es sich handelt und welche Tätigkeit ausgeübt wird.

Zum Beispiel darf die Arbeit als Tagesmutter grundsätzlich in einer Mietwohnung ausgeübt werden. Dabei muss aber auf die räumlichen Verhältnisse und auf die Anzahl der Kinder geachtet werden. Bei einer Wohnfläche von 90 Quadratmetern darf eine Mieterin mit einem eigenen kleinen Kind nicht mehr als drei fremde Kleinkinder betreuen. Die Betreuung von 5 Kleinkindern ist in diesem Fall vertragswidrig.

Wissenschaftliche, gutachtliche oder schriftstellerische Arbeiten sowie Maler- und Übersetzungsarbeiten können die Nachbarn in keinster Weise stören, und sind daher in jedem Fall zulässige Gewerbe für zu Hause. Einschränkungen von Seiten des Vermieters sind nur dann zu akzeptieren, wenn der Mieter Hilfskräfte beschäftigt, laute Maschinen benutzt oder viel Kundenbesuch empfängt. Feststeht allerdings, dass der Vermieter dem Mieter wegen seiner Heimarbeit in der Mietwohnung nicht ohne Weiteres kündigen darf.

Quelle: n-tv.de, sueddeutsche.de
Bild: magiche (Pixelio), Claudia Hautumm (Pixelio)

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