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"Home sweet home": Für wen sich der Hauskauf wirklich lohnt

Während die Finanzkrise weiterhin auf Deutschlands Wirtschafts- und Arbeitsmarkt wütet, und Banken und Unternehmen immer öfter die Hilfe des Staates in Anspruch nehmen müssen, bescheren die krisenerschütterten Zeiten der Immobilienbranche eine unerwartete Renaissance!

Immobilienmakler verdienen derzeit prächtig, denn die Nachfrage steigert sich dank der niedrigen Immobilienpreise und Zinsen, aber vor allem aus Angst vor unsicheren Aktien an der Börse ins Unermessliche. Mittlerweile denkt fast jeder Fünfte über den Kauf eines Grundstückes und in Folge einer Immobilie nach – mehr als je zuvor! Schließlich gibt eine Immobilie beständige Zukunftssicherheit, während die Börsenkurse weiter in sich zusammenstürzen. Dennoch sollte das Eigenheim niemals als Hauptbestandteil der Altersvorsorge angesehen werden.

Für wen rentiert sich der Hauskauf aber wirklich? Eines steht fest: Überstürzt sollte man den großen Schritt zum Traumhäuschen trotz verlockende Angebote nicht angehen. Zumindest drei Grundvoraussetzungen sollten im Vorfeld erfüllt sein.

Der Hauskäufer sollte mindestens 30 Prozent an Eigenkapital in das Haus selbst investieren können. Der Taschenrechner sollte auf Hochtouren laufen, denn dem angehenden Hausherrn sollte auch noch genug Geld zum Leben bleiben. Und zudem sollten die abzuzahlenden Schulden ein Viertel des Nettolohnes nicht überschreiten.

Immobilieninteressenten, die Kurzarbeit oder gar Arbeitslosigkeit befürchten müssen, sollten jetzt auf keinen Fall einen Kauf in Erwägung ziehen. Zu unerwartet können neue und nicht berechnete Kosten der Immobilie entstehen, für die man ohne festes Einkommen niemals aufkommen könnte.

Auch das monatliche Darlehen sollte nicht überschätzt werden, ebenso die Nebenausgaben des Kaufs wie Makler, Grundbuch und Steuer. Diese zusätzlichen Nebenkosten eines Hauskaufs verschlingen ganze 10 Prozent der Investition, und ein normaler Privatanleger sollte daher eher vorsichtig sein, wenn er einen Immobilienkauf in Erwägung zieht.

Vor allem sollte das Objekt eingehend auf Standort, Funktionalität und eventuelle Mängel von einem Sachverständigen geprüft werden, damit eine längerfristige Wertsteigerung in jedem Fall eingeplant werden kann.

Quelle: focus.de, manager-magazin.de
Bild: Stephanie Hofschlaeger (Pixelio)

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