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Heizkosten: Aktuelle Entwicklung und Prognosen

Pünktlich zum Beginn der Heizsaison werden in Deutschland die Preise für Gas und Heizöl erhöht. Mehr als 300 Anbieter stocken die Preise ab dem 1.Oktober 2008 um rund 15% auf, kündigten die Verbraucherportale Verifox und Toptarif an. Im Südwesten werden die Kunden der MW Energie sogar mit einem Anstieg von einem ganzen Viertel konfrontiert. Für eine Familie mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden bedeutet dies 350 Euro mehr an Ausgaben auf der Gasrechnung.

Diese immensen Preiserhöhungen liegen der gestiegenen Nachfrage nach Energie auf den Weltmärkten, vor allem in China und Indien, zugrunde, wodurch der Druck auf Gas- und Heizölpreise weltweit zwangsläufig erhöht wird.

Der hilflos ausgelieferte Verbraucher wird sich kaum durch kontinuierliche Preisvergleiche auf dem undurchsichtigen Gasmarkt oder durch einen Anbieterwechsel aushelfen können, da es in vielen Regionen nicht ausreichend Wettbewerb und Anbieter gibt. Ein Umstieg auf erneuerbare Energien oder Fernwärme würde allerdings hier schon Abhilfe schaffen können.

Auch für den Heizölkauf ist es momentan schwierig, eine wasserdichte Prognose abzugeben, da zwischen Juli und Oktober der Preis für ein Fass Rohöl zwischen 146 Dollar und 90 Dollar schwankte. Somit kann man den perfekten Zeitpunkt zum Kauf schlecht einschätzen. Dennoch prophezeien vorsichtige Experten, dass der Preis nicht unter die 80 Dollar-Grenze sinken wird.

Wer in diesen Tagen eine Bestellung für Heizöl aufgibt, muss mit einer Lieferzeit von bis zu 6 Wochen rechnen. Anders als auf dem Gasmarkt, machen sich die Anbieter gegenseitig Konkurrenz. Dadurch sind sie eher bereit, Rabatte auf die Preise zu gewähren. Daher sollte sich jeder Verbraucher frühzeitig unterschiedliche Angebote einholen und vergleichen. Zurzeit kosten 100 Liter ca. 86 Euro bundesweit, jedoch sind Schwankungen von bis zu 5 Euro pro Tag durchaus einzukalkulieren.

Sparfüchse könnten sich mit dem Nachbarn für den Heizölkauf zusammentun, denn je höher die Bestellmenge des Heizöls ausfällt, desto niedriger ist der Gesamtpreis. Hierbei sollte auf das RAL-Gütezeichen des Händlers (Gütezeichen für korrekte Mengenangabe) geachtet werden, und der Verbraucher sollte vor allem auf die Produktqualität achten. Im Zweifelsfall kann eine Heizölprobe aufbewahrt werden, um bei aufkommenden Mängeln etwas gegen den Händler in der Hand haben zu können.

Quelle: Focus online, NTV online
Bild: Songkran (Flickr)

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