Excite

Kann jeder Hausverbot erteilen - auch mündlich?

Hausverbot erteilen bedeutet, mündlich oder schriftlich einem anderen mit zuteilen, dass er das Grundstück, das Haus oder die Wohnung nicht mehr betreten darf.

Grundsätzlich darf man natürlich nicht beliebig jedem den Zutritt zu jeder Wohnung verbieten, man muss selbst dort schon das Recht haben, dieses Hausverbot auch auszusprechen. Das ist für Mieter und Hausbesitzer möglich.

    龙颜大悦 / Flickr

Hausverbot erteilen

Hausverbot erteilen kann man mündlich oder schriftlich nicht nur für ein Haus, sondern auch für eine Wohnung oder ein Grundstück. Auch Geschäftsräume, sofern sie nicht für gewöhnlich jedem offen stehen, kann man anderen so unzugänglich machen.

Es gibt verschiedene Gründe dafür, warum man jemandem Hausverbot erteilen möchte. Im Privaten Bereich muss es keine Belästigung und auch kein offizielles Fehlverhalten geben, wer einen anderen bittet, aus seiner Wohnung zu verschwinden, der hat das Recht dazu. Das kann wegen Streitigkeiten sein, weil man einfach allein sein möchte, weil man sich (subtil) bedroht fühlt oder weil man die Gesellschaft des anderen einfach satt hat. Ein "Ich möchte, dass du jetzt sofort meine Wohnung verlässt" ist verbindlich.

Wie man an dem Beispiel sieht, reicht es normalerweise auch, das Hausverbot mündlich zu erteilen. Die Aussprache dieser Aufforderung reicht und kein anderer, egal ob Freund, Verwandter oder Fremder, darf dann noch bleiben.

Das Hausverbot schriftlich zu erteilen ist also in den meisten Fällen nicht nötig. Es kann aber helfen, wenn man allein lebt und später darauf Bezug nehmen möchte.

Wer zum Beispiel den Exfreund aus der Wohnung bittet und nicht sicher ist, ob der noch einen Zweitschlüssel hat, kann einfach eine E-Mail schicken und darin das Hausverbot noch einmal bekräftigen. So ist im Streitfall eindeutig nachzuweisen, dass das Hausverbot erteilt wurde.

Ausnahmen

Man kann als Mieter seinem Vermieter kein absolutes Hausverbot erteilen. Mündlich oder Schriftlich: In gewissen Fällen darf der Vermieter die Wohnung betreten, um zum Beispiel Reperaturen vorzunehmen oder vornehmen zu lassen oder um im dringenden Fall (Feuer, Rohrbruch...) Rettungsmaßnahmen vorzunehmen.

Gegenüber allen anderen hat der Mieter aber das Recht, ein Hausverbot auszusprechen.

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2017