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Hauskauf für Schnäppchenjäger: Immobilienversteigerung

Wenn ein Immobilienbesitzer nach drei Mahnungsverweisen, einem Mahnbescheid und einem Vollstreckungsbescheid seine Schulden noch immer nicht begleichen kann, kommt es zu der so genannten Zwangversteigerung seiner Immobilie. Dabei kann auch der Gläubiger selbst mitbieten, und sofern keine weiteren Bieter interessiert sind, kann er die Immobilie für einen minimalen Betrag, der dem eigentlichen Wert weit unterliegt, ersteigern.

Generell wird der Versteigerungswert in der ersten Sitzung auf die Höhe der Gerichtskosten angelegt. Wenn der Preis die 70% des eigentlichen Marktwertes unterbietet, ist die Zustimmung des Gläubigers erforderlich. Bei einem weiteren Versteigerungstermin ist sein Einverständnis nur nötig, wenn der gebotene Verkaufspreis unter die 50% Grenze gesunken ist.

Wer sich genau auskennt, kann die günstigen Immobilienwerte auf solchen Zwangsversteigerungen optimal für den Erwerb seines neuen Heimes ausnutzen.
Für eher unerfahrene Bieter verbergen sich jedoch einige Tücken hinter den verlockenden Preisen, und man sollte sich frühzeitig vor der Teilnahme an einer Auktion damit auseinandersetzen und sich gut über die Objekte informieren.

Öffentliche Informationsquellen dazu gibt es reichlich, sowohl in den vom Amtgericht wöchentlich geschalteten Anzeigen in der Tageszeitung als auch in Versteigerungsdatenbanken im Internet. Sie werden kontinuierlich aktualisiert, und den Interessenten wird ein umfassender Überblick über zu ersteigernde private Immobilien, Gewerbeimmobilien sowie Grundstücke gewährleistet.

Beim Amtsgericht kann man die Akten der jeweiligen Immobilien einsehen, sie enthalten Fotos, Gutachten sowie Informationen zu eventuellen bestehenden Mietverhältnissen. Neben der Aneignung dieser theoretischer Kenntnisse sollte sich ein Interessent ebenso auch die Immobilie vor Ort anschauen, denn zwischen der Prüfung des Sachverständigen und dem Versteigerungstermin vergeht oft einige Zeit und der Zustand der Immobilie kann sich verschlechtert haben.

Ebenso sollte man in Erwägung ziehen, vorab einmal an einer Zwangversteigerung teilzunehmen, um sich mit der doch ungewohnten Situation vertraut zu machen. So gewinnt man nicht nur Kenntnisse über den Ablauf und die Regeln, sondern kann auch schon einmal in die Auktions-Atmosphäre eintauchen und den Nervenkitzel selbst erleben.

Quelle: Begriffdefinitionen.de, Misterinfo.de
Bild: daniela.haim (Flickr)

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