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Hausabrisskosten - damit muss man rechnen

Hausabrisskosten können nach dem Erwerb eines bebauten Grundstücks oder im Fall einer Erbschaft anfallen. Abbruch-Arbeiten müssen immer dann durchgeführt werden, wenn es auf dem Baugrundstück etwas zum Abbrechen gibt, was dem eigentlichen Baubeginn hinderlich ist. Das können neben Gebäuden auch Mauern, alte Fundamente oder sonstige Einbauten sein. Über die Preise für die wichtigsten Abbrucharbeiten kann man sich im Internet oder bei einem Abbruchunternehmen informieren.

Örtliche Gegegebenheiten und Abrissumfang bestimmen den Endpreis

Die Kosten für Abbrucharbeiten hängen wesentlich von den tatsächlichen Gegebenheiten ab. Es macht natürlich einen Unterschied, ob ein Haus in einem dicht bebauten Wohngebiet oder auf einem Baugrundstück in ländlicher Alleinlage abgerissen werden soll. Preisinformationen kann man gut für Verhandlungen mit Abrissunternehmen verwenden.

So rechnet man mit 24 Euro je Quadratmeter Außenputz abschlagen. Bei Klebeparkett kostet das abbrechen 7 Euro. Der Abbruch eines Ziegelfundamentes schlägt schon mit mindestens 24 Euro je Kubikmeter zu Buche. Bei einer Betonwand (ohne Bewehrung) betragen mögliche Abrisskosten schon rund 440 Euro je Kubikmeter.

Um die Hausabrisskosten genau kalkulieren zu können, ist es sinnvoll, mehrere Angebote einzuholen. Pauschalangebote verhindern eventuelle Überraschungen bei den Endpreisen. Außerdem entfällt so das Durchführen umfangreicher meist komplizierter Mengenberechnungen. Allerdings muss man besonders darauf achten, dass man den gewünschten Endzustand nach den Abrissarbeiten bei einem Pauschalangebot sehr genau festlegt.

Festlegungen sollten beispielsweise beinhalten, dass der Bauplatz völlig freigemacht, das Abbruchmaterial vollständig abtransportiert und fachgerecht entsorgt wird. Eine andere Lösung kann auch das Sortieren bestimmter Materialgruppen einschließen, die auf dem Grundstück verbleiben. Beispielsweise können Materialien wie wiederverwendbare alte Ziegel, Parkettböden, Bauholz, Dachziegel, Kachelöfen oder Fenster- und Türelemente von einem Abtransport ausgenommen werden.

Abrisskosten lassen sich beim Abbruch eines Hauses sinnvoll reduzieren, indem verwertbare Sachen systematisch und in Eigenleistung ausgebaut und zwischengelagert werden. Der Abriss eines einfachen Wochenendhauses kostet mit Entsorgung etwa 4.000 bis 6.000 Euro. Ein teilunterkellertes Wohnhaus verursacht bis zu 12.000 Euro Abrisskosten.

Abrissvorhaben oftmals lediglich beim Baurechtsamt anzei­gen

Der Abriss von baulichen Anlagen kann unter Umständen genehmigungspflichtig sein. In vielen Fällen reicht es auch aus, den Abriss beim zuständigen Bauamt anzuzeigen. Das legt die Bauordnung des jeweiligen Bundeslandes und der Gemeinde fest. Gegebenenfalls muss der ausführende Unternehmer oder Privatmann die erforderliche Eignung nachweisen.

Hausabrisskosten können sich zusätzlich erhöhen, wenn aufgrund von gefärlichem Abfall ein spezielles Fachunternehmen beauftragt werden muss. Das Einholen einer Auskunft beim zuständigen Bauamt schadet keinesfalls.

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