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Grundbucheintrag: Einsicht, Notarkosten und Zusammenhang

Der Grundbucheintrag ist der entscheidende Schritt beim Kauf eines Grundstücks - im Gegensatz zu einigen anderen Bereichen, ist hier der Kauf durch eine mündliche Vereinbarung oder "per Handschlag" nicht möglich; es muss in jedem Fall ein schriftlicher Vertrag aufgesetzt werden und die Übertragung wird erst wirksam, wenn die Eigentumsübertragung im Grundbuch vermerkt wurde.

Grundbucheinsicht und Notarkosten

Einsicht in das Grundbuch zu bekommen, ist nicht so einfach, wie man vielleicht denkt. Zwar sind alle Einträge verfügbar und auch einzusehen, aber es gibt bestimmte Voraussetzungen, um einen bestimmten Eintrag lesen zu dürfen.

Uneingeschränkt Einsicht nehmen kann der Eigentümer eines Grundstücks oder derjenige, der eine Vollmacht vom Eigentümer für dieses Grundstück bekommen hat. Den Grundbucheintrag anzusehen ist dabei kostenlos, wenn man eine Abschrift oder beglaubigte Abschrift mitnehmen möchte, zahlt man allerdings 10 Euro bzw. 20 Euro.

Wer sich für den Kauf eines Grundstücks interessiert, hat damit ohne Einwilligung des Verkäufers noch kein "berechtigtes Interesse" an der Einsicht, das ebenfalls ermöglichen würde, die eingetragenen Informationen zu lesen.

Wenn Einträge im Grundbuch geändert werden sollen, benötigt man einen Notar. Üblicherweise wird dieser vom Käufer ausgesucht und bezahlt. Seine Aufgabe besteht darin, den Vertrag auf Rechtsgültigkeit zu überprüfen und die Grundbucheinträge zu veranlassen.

Die Kosten für die Änderungen und die Notarkosten variieren und sind vor allem vom Preis des Grundstücks beziehungsweise der Immobilie abhängig, die übertragen wird. Man sollte allerdings durchaus mit einem Betrag in vierstelliger Höhe rechnen, wenn ein Grundstück veräußert wird - bei ungefähr 150 000€ ergeben sich ungefähr 2500€ Notar- und Grundbuch-Kosten. Man sollte darauf achten, dass ebenfalls schriftlich festgehalten ist, welche der Parteien diese Kosten übernimmt.

Schritt für Schritt kaufen

Der Kauf der Immobilie sollte nicht auf einen Schlag geschehen. Es ist besser, sich zunächst abzusichern, indem der Käufer das Geld nicht direkt an den Verkäufer überweist sondern zunächst auf ein Treuhandskonto des Notars. Dieser überweist dann den Betrag an den Verkäufer, wenn das Rechtsgeschäft abgeschlossen ist. Dieses vorsichtige Vorgehen empfiehlt sich, weil ein Grundbucheintrag, als für den Käufer abstrakter Teil des Kaufs, schwierig zu erkennen bleibt.

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