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Grundbucheintrag ohne Notar ändern - damit lassen sich Kosten sparen

Jedes Grundstück in Deutschland wird im Grundbuch des zuständigen Grundbuchamts erfasst. Es bekommt beim Grundbuchamt eine eigene Grundbucheintragung in Gestalt eines eigenen Grundbuchblattes. Einen Grundbucheintrag kann man ändern oder auch löschen lassen. In jedem Fall ist ein entsprechender Antrag beim Grundbuchamt zu stellen. Wird dem Antrag zugestimmt, kommt es zur Grundbuchänderung. Die Änderung wird in einem neuen Grundbuchblatt dokumentiert.

Antrag muss schriftlich beim Grundbuchamt gestellt werden

Wer einen Grundbucheintrag ändern möchte, muss sich nicht grundsätzlich an einen Notar oder Anwalt wenden. Die Antragstellung für eine Eintragung von Veränderungen darf man auch als Privatperson vornehmen. So lassen sich zumindest die Kosten für den Notar oder Anwalt sparen. Grundbucheintragungen müssen in jedem Fall schriftlich beantragt werden. Wer sich damit nicht auskennt oder befassen möchte, muss den Weg über einen Anwalt wählen.

Wer eine Immobilie (Eigentumswohnung, Haus, Grundstück) besitzt, wird von Zeit zu Zeit damit konfrontiert, im Grundbuch Änderungen vornehmen zu müssen. Es handelt sich dabei oft um Eintragungen, die Kredite, Versicherungen oder Namensänderungen betreffen. Auch als Erbe muss man eingetragen werden. Somit wird sichergestellt, dass die exakten Eigentumsverhältnisse dokumentiert sind und von berechtigten Interessenten eingesehen werden können.

Neben dem Klarstellen der Eigentumsverhältnisse wird das Grundbuch verwendet, um Grundstückslasten sowie damit verbundene Rechte zu klären. Wenn ein wichtiger Grund vorliegt (Kauf, Erbschaft), wird ein Grundbucheintrag eines Grundstücks geändert. Die Änderungen von Grundbucheinträgen erfolgt nur auf Antrag. Die Antragstellung ist deshalb erforderlich, weil die Behörde eine Prüfung vornimmt und eine Bewilligung aussprechen muss.

Antragsformulare finden sich den entsprechenden Webseiten des zuständigen Grundbuchamtes. Eine Neueintragung beispielsweise bei einem Hauskauf ist mit dem Einreichen weiterer Unterlagen verbunden. Hier kommen eine notarielle Beglaubigung der Eigentumsübertragung von Grundstücken sowie eine Steuerunbedenklichkeitserklärung vom Finanzamt auf den Antragsteller zu.

Kostenordnung des Grundbuchamtes regelt die Gebühren

Die Gebühren des Grundbuchamtes werden in der Gebührenordnung geregelt. Der Wert der Eintragung bildet dabei immer die Ausgangsgrundlage. Eine neue Eintragung des Eigentümers nach einem Verkauf einer Immobilie kostet bei einem Wert von 100.000 Euro entsprechend der Kostenordnung des Grundbuchamtes 207 Euro, was einer 10/10 Gebühr entspricht. Eine Eintragung von Veränderungen und Löschungsvormerkungen kostet rund die Hälfte der Gebühren.

Wird der Antrag zum Grundbucheintrag ändern von einem Notar übernommen, kommen weitere Kosten hinzu. Wird ein Grundbucheintrag aufgrund einer Erbschaft auf Antrag der Erben geändert (Grundbuchberichtigung), entstehen bei Fristeinhaltung (Antragstellung innerhalb von zwei Jahren nach Erbfall) keine Gebühren beim Grundbuchamt.

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