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Grossbaustelle Berlin: Komplettsanierung des Märkischen Viertels in Berlin-Reinickendorf

Berlins Baustellen sprechen für sich: Die Stadt wächst immer weiter, und wird an allen Ecken modernisiert und restauriert. Viele Stadtviertel haben im Laufe der Jahre eine Rundum- Erneuerung erfahren, und auch jetzt strotzt Deutschlands Hauptstadt vor Bau- und Sanierungseifer!

So zum Beispiel auch im Märkischen Viertel in Berlin-Reinickendorf: Hier findet derzeit die umfangreichste Sanierung einer Großsiedlung statt, die es bisher gab. Mehr als 13.000 Wohnungen sollen bis zum Jahr 2015 im Standard von Niedrigenergiehäusern modernisiert werden. Insgesamt werden stattliche 440 Millionen Euro von Stadt und Bund in die Sanierung investiert.

Die Altbauten, die mit 40 bis 110 Quadratmeter großen Wohnungen aus den Jahren zwischen 1963 und 1974 bestückt sind, weisen erhebliche bauliche und energetische Defizite auf. Minderwertige Isolierungen und veraltete Installationen liegen hier an der Tagesordnung. Derzeit wird die Wohnhausgruppe 905 aus dem Jahr 1967 saniert, und jede Woche wird an mehreren Aufgängen der vier- bis zehnstöckigen Blocks gleichzeitig gearbeitet.

Für die Anwohner hat die zuständige Gesobau-Gesellschaft für die Sanierungszeit ein Organisationsteam eingerichtet, das soziale Belange regeln soll. Es wurden Ausweichquartiere und Hotelunterkünfte für bis zu drei Wochen angeboten, und pflegebedürftige Mieter können in Pflegezentren untergebracht werden.

Durch die Modernisierungsmaßnahmen hofft die Gesobau, den Bestand langfristig für den Immobilienmarkt in Berlin wieder attraktiver zu machen. Neben der energetischen Rundum-Sanierung sind auch Verbesserungen des öffentlichen Raums und der sozialen Infrastruktur geplant. Das Wohnen im Märkischen Viertel wird wieder viele Vorzüge haben. Schließlich galt es schon seinerzeit als Vorzeigeprojekt für einen zeitgenössischen Städtebau.

Quelle: faz.net, tagesspiegel.de
Bild: perspektive89 (Flickr)

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