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Griechenlandkrise drückt Hypothekenzinsen für Baugeld in den Keller

Die Griechenlandkrise hat weitreichende Auswirkungen. Während die Währungsstabilität des Euros durch die Schuldenkrise Griechenlands gefährdet ist, gibt es allerdings auch Nutznießer der Krise. Dazu gehören deutsche Bauherren, denn auf indirektem Wege senkt die Griechenlandkrise die Zinsen für Baugeld.

Der Grund dafür ist, dass immer mehr Investoren in sichere Papiere wie Bundesanleihen flüchten, weshalb die Nachfrage nach den deutschen Bonds steigt. Dadurch sinken die Zinsen und letztendlich wird auch das Baugeld billiger, weil sich die Banken über Anleihen refinanzieren.

Insgesamt sind also die Hypothekenzinsen seit dem Höhepunkt der Finanzkrise im Herbst 2008 deutlich gesunken. Während Häuslebauer vor anderthalb Jahren für ein Baudarlehen mit zehnjähriger Laufzeit noch rund 5,5 Prozent Zinsen bezahlen musste, liegen die Zinsen heute bei gerade mal 3,5 Prozentpunkten.

Die Ersparnisse, die sich durch die niedrigen Zinsen bei der Baufinanzierung ergeben sind beträchtlich. Fachleute wie Max Herbst von der FMH Finanzberatung raten daher, die Zinsen für ein Baudarlehen möglichst lange festzuschreiben – 15 oder sogar 20 Jahre. Besonders Volltilger-Darlehen sind derzeit sehr gefragt. Dabei handelt es sich um eine Form der Baufinanzierung, bei der heute schon eine Rate über eine höher laufende Tilgung feststeht durch die das Darlehen nach 20 oder 25 Jahren vollständig zurückgezahlt ist.

Wer sich im Zuge der Griechenlandkrise für ein Baudarlehen mit langer Laufzeit entscheidet, geht außerdem kein Risiko ein. Denn nach der Zehnjahresfrist kann der Bauherr problemlos aus dem alten Kredit aussteigen, wenn er auf dem Markt günstigere Angebote findet.

Quelle: handelsblatt.com, baulinks.de
Bild: thomas_gruber (Flickr), Rita Köhler (Pixelio)

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