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Wohnungsnot für ältere Menschen

Deutschland wird immer älter; der demografische Wandel zeigt, dass der Anteil von älteren Personen an der Gesamtbevölkerung drastisch steigt. Das Problem ist schon lange bekannt und Jahr für Jahr werden neue besorgniserregende Prognosen für die Zukunft gestellt. Ein großes Problem sehen Experten auf dem nationalen Wohnungsmarkt und die Forderung an die Politik lautet: Umdenken und Fördern!

Im Jahre 2020 wird es knapp drei Millionen pflegebedürftige und alte Menschen geben, deren Wohnung ganz bestimmten Standards entsprechen muss. Der Wohnungsmarkt, wie er bisher beschaffen ist, ist darauf nicht vorbereitet, denn es geht hauptsächlich darum, dass eine ambulante Behandlung in den eigenen vier Wänden möglich ist. Es wäre zum Beispiel wünschenswert, dass alle Gebäudekomplexe mit einer Rampe für Rollstuhlfahrer ausgestattet werden.

Aufgrund von schlecht ausgebauten Wohnungen müssen viele ältere Menschen schon frühzeitig in ein Pflege- oder Altersheim, obwohl sie sich mit der richtigen Wohnung und ein klein wenig Unterstützung noch selber versorgen könnten. Das ist eine erschreckende Entwicklung, da die alten Menschen so unnötig ihrer bekannten Umgebung entrissen werden und hohe Kosten für den Sozialstaat entstehen.

Somit fordern viele Patienten- und Krankenverbände ein schnelles Eingreifen der Politik und warnen vor einer 'grauen Wohnungsnot'. Mögliche politische Instrumente könnten sein: Steuerliche Anreize beim Wohnungsbau und eine generelle Förderung vom Bau altersgerechter Wohnungen. Es muss grundsätzlich darum gehen, eine Art Bewusstseinsschaffung in der Bevölkerung zu erreichen, um die gesellschaftlichen Veränderungen, die offensichtlich auf das Land zukommen, aufzufangen. Die Bevölkerung wird immer älter – dies muss akzeptiert werden!

Quelle: news.immobilio.de
Bild: Quinn Dombrowski (Flickr)

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