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Gewerbeimmobilien Gastronomie - Nutzung mit einem Pachtvertrag

In Deutschland sind weit über 670.000 Beschäftigte in mehr als 175.000 gewerblichen Gaststätten tätig. Mit einem Jahresumsatz von mehr als 32,5 Milliarden Euro stellen sie einen erheblichen Wirtschaftsfaktor dar. Zahlreiche Faktoren wie Gästestruktur, Image, Vorschriften, behördliche Auflagen und bestehende Verträge beeinflussen wesenetlich den Umsatz. Optimale Pachtverträge sind für Nutzer von Gewerbeimmobilien im Bereich Gastronomie nicht selten überlebenswichtig.

Optimale Pachtverträge - Pachtzins verringert sich bei Ertragseinbußen

Gewerbeimmobilien im Bereich Gastronomie werden von zahlreichen Eigentümern und vor allem von Pächtern betrieben. Für Pächter kommt es darauf an, dass ihre Gaststättenpachtverträge bis ins Detail stimmig sind. Obwohl die mündliche Vereinbarung eines Pachtverhältnisses durchaus gesetzlich möglich ist, empfiehlt sich aufgrund der vielen zu berücksichtigenden Details die Schriftform. Pachtverträge müssen bereits vor der Unterzeichnung richtig entworfen werden, denn in vielen Fällen wirken sich schon kleine Vertragsänderungen positiv auf den eigenen Geldbeutel aus.

Die Gestaltung von Pachtverträgen ist ein sehr komplexes Thema. Zu den Details, die festgelegt werden müssen, gehören unter anderem Pachtdauer, Pachtzins, Betriebszeiten, Instandhaltung, vorhandene Genehmigungen, Pachtgegenstand und Versicherungen sowie eventuelle Abstandskosten. Erschwerend für eine optimale Vertragsgestaltung kommt hinzu, dass nur wenige Rechte und Pflichten bei einem Pachtvertrag vom Gesetzgeber besonders geregelt sind.

Obwohl die Pacht in ihrer Art mit dem Mietverhältnis verwandt ist, beinhalten Pachtverträge einige Besonderheiten, wodurch sie sich von Mietverträgen abgrenzen. Dem Betreiber und Pächter eines gewerblich genutzten Objekts ist es erlaubt, über den erwirtschafteten Ertrag zu verfügen. Die Pacht gehört zu den monatlich kalkulierbaren Ausgaben eines Gastronomiebetriebes. Ein erwirtschafteter Ertrag hat in nicht wenigen Fällen direkte Auswirkungen auf den Pachtzins.

Da Einkünfte aus dem Gast- und Hotelgewerbe saisonalen Schwankungen unterliegen, sehen Pachtverträge oft die Verringerung des Pachtzinses vor, wenn sich eine Ertragslage verschlechtert. Ein Pachtvertrag für Gewerbeimmobilien der Gastronomie sieht oft nicht nur das Nutzen der Immobilie vor. Auch ein jeweiliges Inventar gehört dazu. Ein Pachtzins sollte sich in einem Rahmen zwischen 20 Prozent und 30 Prozent bezogen auf einen Gesamtumsatz bewegen.

Instandhaltungsverpflichtungen müssen gesondert geregelt werden Für Instandhaltungsmaßnahmen kann beispielsweise ein separates Konto eingerichtet werden. Der Betreiber überweist darauf 1 bis 5 Prozent des monatlichen Ertrags. Dadurch wird zum einen die Funktionsfähigkeit des Gastronomiebetriebes gesichert. Zum anderen hat der Eigentümer nach Ablauf der Pacht nicht mit einer heruntergewirtschafteten Immobilie zu tun.

Brauereien als Verpächter von Gaststätten

Verpachten Brauereien Gastronomiebetriebe, erhält der Pächter sogar zwei Verträge. Zum eigentlichen Pachtvertrag gehört dann normalerweise noch ein Bierlieferungs- oder Darlehensvertrag. Kombinierte Verträge sind oftmals Ausgangspunkt für Rechtsstreitigkeiten. Nur ein rechtssicher aufgesetzter Pachtvertrag schützt vor zukünftigen Unannehmlichkeiten. Im Internet finden sich bei allen gängigen Immobilienportalen wie immobilienscout24.de oder immowelt.de in einer speziellen Rubrik Gewerbeimmobilien für die Gastronomie und das Hotelgewerbe. Auch Brauereien können auf diesem Weg einfach kontaktiert werden.

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