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Gedämmter Dachboden - Vorschrift durch Energiesparverordnung

Eine gute Dachdämmung und energieeffizientes Heizen sind Ansprüche, die jeder Hausbesitzer oder Bauherr haben sollte. Ein gedämmter Dachboden ist durch die Energiesparverordnung (kurz EnEV) ausdrücklich sowohl für Neubauten als auch Altbauten vorgeschrieben. Ein gedämmter Dachboden (Vorschrift seit 2002) sollte nicht als bloße Gängelung des Gesetzgebers betrachtet werden. Immerhin trägt ein gut gedämmtes Dach dazu bei, dass nicht sinnlos geheizt und somit Geld gespart wird.

Dämmungsvariante Aufsparrendämmung sinnvoll bei Neubau oder Dachsanierung

Die EnEV von 2009 enthält die Regelung, dass neben den Dächern von Neubauten auch die von Altbauten zu dämmen sind. Für Altbauten war der Stichtag der 31.12.2011. Lediglich selbst bewohnte Einfamilienhäuser, errichtet vor 2002, müssen erst nach einem Eigentümerwechsel gemäß der EnEV gedämmt werden.

Ein gedämmter Dachboden gemäß Vorschrift EnEV sollte sich demnach seit Januar 2012 in allen Mietshäusern befinden. Auch wenn einige Eigenheimbesitzer von der generellen Vorschrift ausgenommen sind, macht sich ein gedämmter Dachboden bei den eigenen Heizkosten und auch bei einem eventuellen Hausverkauf positiv bemerkbar.

Macht sich aufgrund eines Eigenheimerwerbs oder Neubaus eine Dachdämmung notwendig, sind Fachfirmen vor Ort geeignete Ansprechpartner. Je besser ein Dach gedämmt wird und der allgemeine Wärmeschutz im Keller und den Außenwänden gegeben ist, desto mehr wird sich dies auf die Heizkosten auswirken. Wer eine ältere Dämmung in seinem Haus hat, sollte überprüfen lassen, inwieweit die Vorschriften der EnEV im eigenen Gebäude eingehalten werden.

Beim Kauf eines älteren Hauses sollte man sich immer alle Nachweise für eine Energieeffizienz vorlegen lassen. Das gilt auch für die Maßnahmen zur Dachdämmung und deren zuerkannte Richtigkeit. Für alle nicht fachgerechten oder fehlenden Dämmmaßnahmen ist nach dem Kauf der neue Eigentümer verantwortlich.

Dämmmaßnahmen an Dächern können auf unterschiedliche Weise als Aufsparren-, Zwischensparren­- oder Untersparrendämmung vorgenommen werden. Eine Aufsparrendämmung, einfach möglich bei Neubau oder Dachsanierung, ist von besonderem Vorteil, wenn das Dachgeschoss bewohnt werden soll.

Dachdämmung oder Geschossdeckendämmung je nach Dachraumnutzung

Ein gedämmter Dachboden gemäß Vorschrift der aktuellen Energieeinsparverordnung von 2009 kann als Dachdämmung (notwendig bei bewohntem Dachraum) oder Geschossdeckendämmung ausgeführt werden. Experten nennen als Richtzahl für die Kosten einer normalen Dachdämmung 80 Euro je Quadratmeter. Bei einer Dämmmaßnahme im bewohnten Dachraum verdoppeln sich die Kosten je Quadratmeter. Wenn Hauseigentümer schrittweise sanieren, können Sie Handwerkerkosten zum Teil mit dem zu versteuernden Einkommen verrechnen.

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