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Förderprogramm für klimafreundliche Gebäudesanierung

Gebäudesanierung gehört zu den Kernthemen im Energiekonzept der Bundesregierung. Daher soll das Förderprogramm für klimafreundliche Gebäudesanierung jetzt doch aufgestockt werden. Durch verbilligte Kredite für die Sanierung und Wärmedämmung sollten Hausbesitzer in den kommenden Jahren dazu motiviert werden, in die Sanierung ihrer Eigenheime zu investieren.

Zunächst waren erhebliche Kürzungen der finanziellen Mittel zur Gebäudesanierung geplant. Nur 450 Millionen Euro wollte die Regierung zur Verfügung stellen. Doch nachdem die Idee, alle Hausbesitzer mit Zwang über steuerliche Zusatzbelastung zur Sanierung zu bewegen, auf deutlichen Widerstand bei Bauminister Peter Ramsauer und in der Koalition gestoßen war, sollen nun die Mittel für das Förderprogramm für klimafreundliche Gebäudesanierung für 2011 auf knapp eine Milliarde Euro aufgestockt werden.

Vorerst soll das Geld für das Förderprogramm für klimafreundliche Gebäudesanierung dem Bauressort zusätzlich aus dem allgemeinen Haushalt zufließen. Langfristig soll das Programm auch aus dem Öko-Fonds finanziert werden, in den die Betreiber von Atomkraftwerken im Gegenzug zur Verlängerung der Atomkraftwerklaufzeiten in den nächsten Jahren Milliardenbeträge einzahlen. Außerdem nährt sich der Fonds aus dem Verkauf von CO2-Verschmutzungsrechten. Größere Beträge sind hier allerdings erst ab 2013 zu erwarten.

Mit dem Förderprogramm für klimafreundliche Gebäudesanierung werden die Zinsen für Baukredite der KfW-Bank gesenkt. Auf diese Weise sollten Hausbesitzer dazu angeregt werden, in CO2-Sanierungen und Wärmedämmung zu investieren. Das Programm dient damit nicht nur dem Klimaschutz, sondern wird auch als Konjunkturmotor für das Handwerk gewertet.

Beim Deutschen Mieterbund stößt das Vorhaben allerdings auf Kritik. Da mit den Geldern aus dem Förderprogramm für klimafreundliche Gebäudesanierung auch der Ersatz schlecht gedämmter Häuser finanziert werden soll, handele es sich nach Aussage von Mieterbundpräsident Franz-Georg Rips um 'eine Verschwendung von Steuerzahlergeld'.

Quelle: news.immobilo.de, handelsblatt.com
Bild: MG, Rainer Sturm (Pixelio)

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