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Finanzloch in der Baubranche - akute Geldnot auf Deutschlands Immobilienmarkt

In Deutschland hat sich der Schatten der Wirtschaftskrise nicht ganz so verheerend auf dem Immobilienmarkt ausgewirkt wie in anderen Ländern. Aus einer Studie von 500 Immobilienspezialisten geht hervor, dass einzig eine immer größere werdende Kapitalknappheit der Baubranche zu schaffen macht.

Die Krise schreckt potentielle private oder institutionelle Investoren ab, auch wenn das Geld für eine Immobilie vorhanden wäre. Aus Angst, Verluste zu machen, wird immer weniger Kapital investiert, was das neue Immobilienmarkt-Jahr in Deutschland schwierig gestaltet. Durch den Nachfrageeinbruch sind die Immobilienpreise in vielen Städten fallen.

Nach der Studie wird dieses Jahr weniger Fremdkapital in den deutschen Immobilienmarkt fließen. Viele ausländische Investoren werden sich mit deutlich weniger Kapital auf dem europäischen Markt beteiligen. Diese akute Geldnot wirkt sich auf die Immobilienbranche problematisch aus.

In Deutschland sind jedoch die Risiken, Verluste zu machen, durch die günstigen Rendite niedriger als in Nachbarsländern. Daher gewinnt der deutsche Immobilienmarkt sogar wieder an Attraktivität: München und Hamburg stehen europaweit an der Spitze der Immobilieninvestoren. Die Immobilienmärkte sind hier nicht überbaut und die Zinsen sind niedrig. Die Städte locken mit überdurchschnittlichen Erträgen bei vergleichsweise niedrigen Risiken.

Und darauf kommt es schließlich in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten an: der investierende Kunde braucht Sicherheit! Und wer jetzt einsteigt, der kann mit guten Wertsteigerungsmöglichkeiten rechnen. In der momentanen Immobilienmarktlage könnten mit 2 Prozent Schuldzinsen ganze 8 Prozent Anfangsrendite eingekauft werden – doch eigentlich eine günstige Situation, die man, wenn man investieren kann, gezielt ausnutzen kann.

Quelle: faz.de, focus.de
Bild: dustpuppy (Flickr)

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