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Fenstersanierung: Worauf muss man achten?

Eine Fenstersanierung kann die Wärmedämmung des Hauses enorm verbessern und somit auch die Heizkosten senken. Wichtig ist dabei ein stimmiges Sanierungskonzept für das ganze Haus.

In Deutschland gibt es rund 28 Millionen Häuser und Wohnungen – und deren Fenster – die über 30 Jahre alt sind. Da sich seit den 1970er Jahren in Sachen Wärmeschutz einiges getan hat, lohnt sich eine Fenstersanierung um zu verhindern, dass durch schlecht gedämmte oder veraltete Fenster unnötig Energie verschwendet wird.

Durch eine Fenstersanierung wird nicht nur das Klima in der Wohnung verbessert, sondern auch die Heizkosten werden gesenkt. Besonders gut in Bezug auf Wärmedämmung ist Dreifachverglasung. Thomas Kwapich von der Deutschen Energie Agentur in Berlin erklärt, dass einfach verglaste Fenster nur einen Wärmedämmwert (U-Wert) von etwa 5 Watt pro Quadratmeter Kelvin (W/m2K) erreichen. Alte Isolierfenster kommen immerhin auf einen U-Wert von 3,0 W/m2K und moderne Fenster teilweise einen U-Wert von 1,0 W/m2K - und dämmen damit drei- bis fünfmal besser.

Neben dem U-Wert spielt bei der Fenstersanierung auch der g-Wert eine Rolle. Dabei handelt es sich um den Gesamtenergie-Durchlassgrad. 'Je größer dieser Wert ist, desto mehr Sonnenwärme lässt das Glas ins Haus hinein', berichtet Jochen Grönegräs vom Bundesverband Flachglas (BF) im nordrhein-westfälischen Troisdorf.

Modernes beschichtetes Wärmedämm-Glas zeichnet sich in der Regel durch einen hohen g-Wert und einen niedrigen U-Wert aus. Doch welches Glas bei der Fenstersanierung verwendet werden sollte, 'hängt auch vom Gesamtzustand des Gebäudes und dem angestrebten Sanierungsziel ab', erklärt Ulrich Zink vom Bundesarbeitskreis Altbauerneuerung in Berlin. Da die Fenstersanierung einen Eingriff in die Bauphysik des Hauses darstellt, sollte immer zuerst ein Sanierungskonzept für das gesamte Haus erstellt werden.

Quelle: fr-online.de, weltdeswohnens.de
Bild: dierk schaefer (Flickr)

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