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Wenn Sonne und Regen die Fenster putzen: Selbstreinigende Gläser

Bereits seit 2002 sind selbstreinigende Gläser auf dem Markt, die lästiges Fenster putzen unnötig machen sollen. Auch im Badezimmer werden immer mehr beschichtete Oberflächen eingesetzt, die das Putzen von Sanitärobjekten, Duschabtrennungen und Fensterscheiben überflüssig machen.

Bei den selbstreinigenden Gläsern bewirken speziell beschichtete Oberflächen, dass unter UV-Einwirkung organischer Schmutz abgebaut wird. Wer also künftig das Fenster putzen Regen und Sonne überlassen will, der sollte auf die spezielle Kombination aus Fotokatalyse und Hydrophilie setzen.

Dabei sorgt die Fotokatalyse dafür, dass organischer Schmutz unter UV-Einwirkung abgebaut wird. Intensiviert wird der Reinigungseffekt durch die Hydrophilie, die durch Herabsetzung und Verminderung der Oberflächenspannung eine Filmbildung des Wassers bewirkt. Damit das Fenster putzen bei den selbstreinigenden Gläsern optimal funktioniert, sind also lediglich UV-Licht und Wasser nötig.

Wenn es lange nicht regnet, oder durch die bauliche Situation nicht genügend Wasser an das selbstreinigende Glas kommt, ist es ausreichend, wenn man die Fenster mit reichlich Wasser abspült. Die schmutzabweisenden Oberflächen der Gläser sind zwar dauerhaft, können aber durch falsche Behandlung beschädigt werden. Da hydrophile Oberflächen unverträglich mit Silikonen sind, sollte der Kontakt mit Silikonen und vergleichbaren Stoffen verhindert werden, wenn man nicht wieder selbst Fenster putzen will.

Auch bei der Einrichtung im Bad verringern Sanitärobjekte mit speziell behandelten Oberflächen den Reinigungsaufwand enorm. Während einige Hersteller auf den Lotus-Effekt setzen, verwenden andere besonders glatte Oberflächen. Die Idee ist ähnlich wie beim Fenster putzen die, dass der Schmutz einfach an der Oberfläche abperlt.

Quelle: fr-online.de, horstmueller-galabau.de
Bild: Stephen Cummings (Flickr)

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