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Energiesparverordnung muss bis Ende des Jahres umgesetzt sein

Die seit 2009 gültige Energieeinsparverordnung (EnEV) muss bis Jahresende umgesetzt sein. Eine der notwendigen Maßnahmen ist die Dämmung von Heizungs- und Warmwasserrohren in ungeheizten Räumen, zum Beispiel im Keller. Bei neuen Heizungsanlagen sind die Rohre bereits bei der Installation gedämmt. Besitzer von Altbauten verlieren aber jährlich viel teure Wärme durch Heizungsrohre und Warmwasserleitungen, die ungedämmt durch den Keller laufen. Bei einem 10 Meter langen Rohr mit einem Durchmesser von 32 Millimetern beträgt die Oberfläche rund einen Quadratmeter. Pro laufenden Meter von 70 bis 90 Grad warmem Heizwasser gehen dadurch bis zu 10 Liter Heizöl einfach verloren.

Dem kann leicht abgeholfen werden: Das Dämmen der Rohre kann vom Besitzer selbst erledigt werden. In Baumärkten gibt es für diesen Zweck extra vorgefertigte Rohrummantelungen aus unterschiedlichen Materialien. Während diese Schläuche bei Neuinstallationen direkt über die Rohre gezogen werden, müssen sie bei der Nachrüstung seitlich aufgeschlitzt werden. Bei Schläuchen aus Weichschaum oder Moosgummi ist das leicht mit einer Schere oder einem Cutter möglich. Die Schläuche werden dann über die Rohre gestülpt und anschließend mit einem Spezialkleber oder Bandagen wieder verschlossen. Bei flexibel verlegten Rohren sollte unbedingt auf solche Materialien zurückgegriffen werden. Bei starren Verbindungen empfehlen sich ummantelte Rohrdämmungen mit einem Kern aus Stein oder Glaswolle. Hier müssen Anschlüsse genau herausgeschnitten werden. Beim Arbeiten mit Mineralwolle, die bei empfindlichen Menschen Haut und Schleihäute reizt, sollten sich Heimwerker gut mit entsprechender Ausrüstung schützen.

Einige Hersteller bieten auch Isoliermaterial mit einer Art Reißverschluss an – häufig funktioniert dieser aber nicht richtig. Die Isolierung sollte mindestens genauso dick sein wie der Rohrdurchmesser – im Idealfall aber doppelt so dick. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass jedes Rohr einzeln gedämmt wird – sonst tauschen möglicherweise Vor- und Rücklauf der Anlage Wärme aus. Auch Kaltwasserrohre sollten gedämmt werden. In der warmen Jahreszeit bildet sich sonst an deren Außenseite Kondenswasser, das zu Schimmelbildung führen kann.

Freigestellt von der Nachrüstungspflicht sind Hausbesitzer, die bereits vor dem Stichtag am 1. Februar 2002 selbst ihre Altimmobilien bewohnt haben. Allerdings wird von Experten auch für diese Besitzer eine Dämmung empfohlen.

Quelle: zeit.de

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