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Energiesparen - sparen für Konsum

Wer hohen Energiekosten wirksam begegnen möchte, muss sich mit dem Thema Energiesparen befassen. Viele Immobilienbesitzer haben die Notwendigkeit einer umfassenden Wärmedämmung erkannt, sollen Energieverbrauchskosten erheblich reduziert werden.

Wer sich auf in Zukunft steigende Brennstoffpreise vorbereiten will, setzt auf alternative Heizungen wie Heizen mit der Sonne, Wärmepumpe oder Pelletsheizung. Das Sparen von Energie ist auch aus gesamtgesellschaftlicher Sicht von großer Bedeutung. Denn die zunehmende Technisierung des Alltags führt dazu, dass der Energieverbrauch trotz beachtlicher Einspareffekte wegen Verbrauchs an anderer Stelle nicht absinkt.

    Terra Nova Fondation/Flickr

Warum Effekte von Energieeinsparungen verschwinden

Energiesparen mithilfe einer energieeffizienten Technik soll der Umwelt nutzen. Doch ein echter Nutzen tritt nur dann ein, wenn die Leute die Technik nicht vermehrt einsetzen als zuvor. Bezüglich der Energienutzung herrscht in allen Lagern von Industrie über Umweltschützer bis Politiker eine große Meinungsübereinstimmung. Sie stimmen der Idee Energieeffizienz ausdrücklich zu. Denn wenn Motoren, Geräte und Maschinen dank neuer Technologien bei gleichbleibender Leistung weniger Energie verbrauchen, gibt es allerorten Zustimmung.

Einige Energieökonomen sehen Energieeffizienz nicht als das Allheilmittel an. Als Begründung verweisen sie auf den Rebound- oder Bumerangeffekt. Was bedeutet das? Es steht außer Frage, dass man mit effizienteren Maschinen und Prozessen Energie sparen kann. Doch im Gegenzug gelingt es den Menschen nicht selten, Einsparungen durch Mehrverbrauch an anderer Stelle umgehend aufzuheben. Beispiele dafür gibt es eine ganze Menge.

Oft wird der VW Käfer genannt. Das Auto verbrauchte 1955 auf 100 Kilometer etwa 7,5 Liter. Der spätere moderne VW Beetle verfügt über einen effizienteren Motor. Der Benzinverbrauch ist bei gleicher Leistung um einiges geringer. Dennoch liegt der Durchschnittsverbrauch bei dem Fahrzeug mit dem eigentlich effizienteren Motor bei etwa 7,1 Liter. Sparsamere Motoren sind eben nur eine Seite, wenn der Vorteil aufgrund der Zunahme von Schwere und Leistungsstärke verschwindet.

Wenn Effekte von Energiesparen durch andere Entwicklungen verschwinden und man somit zum ursprünglichen Niveau zurückkehrt, handelt es sich unter Ökonomen um einen Rebound-Effekt. Zu einem Rebound-Effekt kommt es beispielsweise, wenn Autofahrer auf ein verbrauchsärmeres Modellumsteigen. Das Auto wird dann stärker genutzt und mehr getankt. Wer bei den Treibstoffkosten sparen kann, kann das Geld für Güter und Dienstleistungen ausgeben.

Energiekosten durch Investieren senken

Auch Immobilienbesitzer oder Mieter trifft ein gewisser Rebound-Effekt. Gelingt es ihnen beispielsweise mithilfe einer Dämmung oder automatisierten Raumtemperaturüberwachung mit weniger Energie auszukommen, haben sie geringere laufende Kosten. Energiesparen durch bestimmte Investitionen zahlt sich aus. Eingespartes Geld steht langfristig für den Konsum, für Flüge oder ein neues Auto zur Verfügung. Das alles sind allerdings alles Dinge, für die Energie bereitgestellt werden muss.

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