Excite

Effiziente und flexible Raumgestaltung dank Trockenbau

Als Trockenbau wird beim Ausbau eines Gebäudes das Anbringen von raumbegrenzenden, nicht tragenden Bauteilen durch Zusammenfügen industrieller Halbzeuge bezeichnet. Die Halbzeuge werden dabei meist durch Schraub- oder Stecksysteme verbunden. Anders als beim Beton- oder Mauerwerksbau sind dafür keine wasserhaltigen Baustoffe wie Lehm, Beton oder Putz notwendig. Trotzdem erfüllt der Trockenbau alle bauphysikalischen Anforderungen.

Der Trockenbau bietet viele Vorteile

Maßnahmen wie Raumteilung, Fußbodenverlegung oder Deckengestaltung lassen sich durch den Trockenbau unkompliziert und schnell umsetzen. Zunächst wird eine aus Holz oder Metall gefertigte Konstruktion mit ein bis drei Lagen Gipskarton- oder Gipsfaserplatten beplankt. Dabei gibt es eine breite Palette von Trockenbauplatten mit unterschiedlichen Eigenschaften in Bezug auf Gewicht, Dicke, Beschaffenheit von Kern und Oberfläche, Imprägnierung, Biegegrad, Brandverhalten und vieles mehr. Diese werden in Massenfertigung hergestellt und zur Baustelle geliefert, wo sie schnell und meist werkzeuglos zusammengefügt werden.

Die Trockenbauweise wird ausschließlich im Innenbereich verwendet und häufig bei Ausbau und Sanierung eingesetzt. Gegenüber der Mauerwerkserrichtung bietet der Trockenbau viele Vorteile. Er ist kostengünstiger als Mauerwerk und lässt sich schneller und mit weniger Schmutzentwicklung realisieren. Zudem sind Wasseranschlüsse oder Elektroleitungen einfach und unauffällig integrierbar. Anforderungen wie Stabilität, Dämmung, Brand-, Feuchte- und Schallschutz können ebenfalls erfüllt werden. Für den Schallschutz zum Beispiel werden die Hohlräume mit einem Dämmstoff aus Holzfasern oder Mineralwolle gefüllt.

Das Berufsbild des Trockenbauers

Die Trockenbauweise, die in den 1960er Jahren von Amerika aus nach Deutschland gebracht wurde, setzte sich anfangs verhalten, aber durch eine kontinuierliche Verbesserung des Systems immer schneller durch. Seit 1974 kann man sich innerhalb von drei Jahren zum Trockenbaumonteur ausbilden lassen und seit 1984 sogar noch weiterführend als Industriemeister für Akustik- und Trockenbau. Inzwischen gibt es zusätzlich die Möglichkeit, in einer zweijährigen Ausbildung Ausbaufacharbeiter mit Schwerpunkt Trockenbauarbeiten zu werden.

Voraussetzung für die Ausbildung zum Trockenbaumonteur ist ein Hauptschulabschluss. Die Vergütung beträgt im ersten Ausbildungsjahr zwischen 564 bis 648 Euro, im zweiten 774 bis 996 Euro und im dritten 978 bis 1.259 Euro. Wer sich für eine solche Ausbildung interessiert, kann sich bei Trockenbaubetrieben, die man zum Beispiel online bei dasTelefonbuch.de findet oder auch bei Spezialbetrieben für Akustikbau und Objektausbau und Betrieben des Hochbaus entsprechend nach freien Stellen erkundigen.

Trends im Bereich des Trockenbaus

Durch die gestiegenen Energiekosten ist Energieeffizienz inzwischen auch im Bereich des Trockenbaus ein großer Trend. So gibt es mittlerweile mit Paraffin-Perlen versetzte Trockenbauplatten, die bis zu 40 Prozent Wärmeenergie und dadurch den gleichen prozentualen Anteil an Heizkosten einsparen können. Tagsüber nehmen sie durch das Paraffin die Wärme auf und nachts geben die Platten sie an die Zimmer wieder ab. Außerdem ist im Wohnbereich immer mehr Flexibilität der Räume gefragt. Im Trockenbau können dazu je nach Bedarf Trennwände aus Gips, Beton oder Holz eingezogen und wieder entnommen werden.

Beim Innenausbau lassen sich dadurch nicht nur praktische Anforderungen erfüllen, sondern auch innenarchitektonische Spielereien verwirklichen. Mit scheinbar freischwebenden Deckenabhängen oder Wandvorsprüngen mit indirekter Beleuchtung lässt sich das Zuhause ganz individuell gestalten.

Um sich wohlzufühlen ist dann selbsverständlich die Inneneinrichtung wichtig, dabei spielt das Design eine große Rolle! Denn oft sind es gerade die Sitzmöbel, die Räumen Charakter und Ambiente geben, zum Beispiel die Stühle und Tische von Kusch+Co Objekteinrichtung und Objektmöbel.

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2017