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Dubai World verkauft Atlantis-Hotel

Der staatseigene Konzern Dubai World steckt in der Schuldenkrise. Doch allem Anschein nach konnte das Emirat jetzt einen Rettungsplan für seinen Vorzeigekonzern verabschieden. Dazu gehört unter anderem der Verkauf des Atlantis-Hotels.

Fast ein Jahr, nachdem das Emirat die drohende Staatspleite verkündete, erklärte der Staatsfonds Dubai World, dass 99 Prozent der Gläubigerbanken einer Umschuldung von fast 25 Milliarden Dollar zugestimmt hätten, die er zuletzt nicht mehr bedienen konnte. Bis auf wenige Ausnahmen akzeptierten die Geldgeber, ihre Investitionen erst in fünf bis acht Jahren zurückzubekommen und geben sich auch dann mit einer Rendite von lediglich 1 bis 3,5 Prozent zufrieden.

In den kommenden acht Jahren will Dubai World jetzt durch den Verkauf einiger seiner Schätze 19,4 Milliarden Dollar flüssig machen. Unter anderem soll das luxuriöse Atlantis-Hotel Dubai verkauft werden. Der rosa schimmernde Palast an der Spitze der Palmeninsel stand einst für den Traum blühender Wüstenlandschaften im Boom-Emirat.

Kein Wunder also, dass die Ölscheichs das Vorzeigeprojekt auch im Zuge der Schuldenkrise von Dubai World nicht ganz aufgeben. So hat das Emirat dem Dubai World Konzern einen Teil der Schulden erlassen und bleibt dafür Anteilseigner, der sich nach den Worten von Scheich Ahmad Bin Said al-Maktum, dem Vorsitzenden des Obersten Finanzausschusses des Emirats, 'dem Unternehmen weiterhin verpflichtet fühlt.'

Die Vereinbarung über die Umschuldung von Dubai World soll am 1. Oktober Brief und Siegel erhalten. Dass die Gläubiger bereit sind, dem Kompromiss zuzustimmen liegt wohl vor allem daran, dass sie – anders als sonst üblich – wenigstens die Aussicht erhalten, ihr Geld vollständig zurückzubekommen – wenn auch mit jahrelanger Verzögerung und niedriger Rendite.

Quelle: focus.de, n-tv.de
Bild: gilles paveau (Flickr)

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