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Die Renaissance der Schrebergärten: Immer mehr junge Menschen zieht es in den Kleingarten

Lange Zeit galten Schrebergärten als veraltet und spießig, doch in letzter Zeit finden immer mehr junge Menschen Gefallen an dem Gedanken, im Sommer am Wochenende zu gärtnern, abends den Grill anzuwerfen und bei einem kühlen Getränk im eigenen Kleingarten zu entspannen.

Dass Schrebergärten wieder in Mode sind zeigt sich auch am veränderten Klientel: '45 Prozent aller Neuverpachtungen gingen in den vergangenen fünf Jahren an Familien mit Kindern', berichtet Thomas Wagner vom Bundesverband Deutscher Gartenfreunde in Berlin. Außerdem seien 64 Prozent aller Pächter, die seit dem Jahr 2000 einen Garten übernommen haben, jünger als 55 Jahre.

Eigentlich ist es kein Wunder, dass es immer mehr Menschen in die Kleingartenanlagen zieht. So bietet ein Schrebergarten auch Menschen, die in einer Mietwohnung leben, die Möglichkeit, im eigenen Garten ein kleines Stückchen Natur zu genießen, Obst und Gemüse anzubauen und soziale Kontakte zu pflegen.

Ein weiterer Vorteil der Schrebergärten besteht darin, dass der grüne Rückzugsort in der Kleingartenanlage vergleichsweise erschwinglich ist. 'Der Pachtpreis beträgt je nach Standort zwischen 10 und 90 Cent pro Quadratmeter', erklärt Wagner. Die genaue Höhe der Pacht wird von der Stadt bestimmt. Insgesamt müssten Pächter für einen Schrebergarten mit Kosten von gut 400 Euro im Jahr rechnen, so Wagner.

Allerdings ist es mit der Pacht nicht getan. 'Bevor jemand einen Garten pachten kann, muss er zunächst dem entsprechenden Kleingartenverein beitreten', informiert Wagner. Dabei verpflichtet er sich zur Einhaltung der Gartenordnung des jeweiligen Vereins. Diese wiederum verpflichtet den Gartenfreund unter anderem zur kleingärtnerischen Nutzung des Schrebergartens unter Berücksichtigung von Natur- und Umweltschutz.

Quelle: fr-online.de, schrebergärten.org
Bild: Patrik Tschudin (Flickr)

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