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Die Leipziger Treppe: Raumspartreppe mit Dreiecksstufen

Wenn der Platz nicht für eine normale Treppe ausreicht, aber man nicht nur per Leiter auf- und absteigen will, dann ist eine Raumspartreppe genau das richtige. Eine besondere Form der Raumspartreppe ist die Leipziger Treppe.

Allgemein sind Raumspartreppen nur in einer bestimmten Schrittfolge zu begehen, man muss auf den Stufen balancieren oder gar tänzeln. Da eine komfortable Begehung bei den Platz sparenden Treppen nicht immer gewährleistet ist, werden sie eigentlich nur im Notfall eingesetzt.

Eine Form der Raumspartreppe ist die Sambatreppe. Sie besteht aus Stufen, die abwechselnd eine geringe Tiefe und eine normale Tiefe ausweisen. Auf diese Weise wird bei der Sambatreppe eine normale Begehung ermöglicht. Wenn die Stufen dreieckig sind und die Spitzen der Dreiecke abwechselnd links und rechts angeordnet sind, handelt sich um eine Leipziger Treppe. Besteht die Treppe dagegen aus rechteckigen Stufen, die abwechselnd links und rechts angebracht sind und bis zur Mitte der Gesamtbreite reichen, dann spricht man von einer Wiener Treppe.

Der Vorteil der Leipziger Treppe liegt nach Ansicht von Tischlermeister Bernd Milbradt darin, dass die Dreiecksstufen notfalls auch in der Mitte betretet werden können. 'Diese Treppe lässt sich sogar verkehrt herum begehen', beschreibt Milbradt die spezielle Leipziger Eigenart.

Als ausschließliche Treppe dürfe die Leipziger Treppe allerdings nicht fungieren, denn sie bietet einen zu schmalen Aufgang, um als Rettungsweg zugelassen zu werden. Als Zugang zu Dachböden oder als zusätzliche Verbindung von Wohnräumen wird die Leipziger Treppe aber durchaus eingebaut.

Quelle: faz.net, treppen.net
Bild: Roland Bergmann, Tom Quist (Wikipedia)

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