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Die Geschichte des Bücherregals: Von Billy bis Bookworm

Wenn es ein Regal gibt, das aus der Geschichte des Bücherregals nicht mehr wegzudenken ist, dann ist das eindeutig das Billy-Regal von IKEA. Das Regal, das im letzten Jahr seinen 30. Geburtstag feierte, ist mit 41 Millionen Exemplaren wohl das meistverkaufte Bücherregal der Welt. Doch auch wenn das Billy-Regal, seit seiner Einführung 1979 längst zum Regalklassiker geworden ist, so ist es doch lange nicht das einzige Regal, das die Geschichte des Bücherregals mitgeschrieben hat.

Mit Billy hat der Designer Gillis Lundgren ein Bücherregal geschaffen, das billig und praktisch zugleich ist. Es lässt sich je nach Platzbedarf erweitern und wurde so für viele zum Inbegriff des Bücherregals. Doch während Billy vor allem durch seinen klassischen Look und praktische Aspekte überzeugt, gibt es in der Geschichte des Bücherregals auch zahlreiche Modelle, die vor allem durch ausgefallenes Design auffallen.

So schuf beispielsweise die Gruppe MEMPHIS im Jahr 1980 den Raumteiler Carlton, der im Gegensatz zum klassischen Bücherregal mitten im Raum platziert wird. Auch in Bezug auf die Konfiguration, die Architektur, das Material und die Farbgebung widersprach das Design des Bücherregals Carlton allen Vorstellungen, die man bis dahin von einem Regal hatte.

Das Bücherregal Carlton stellt insofern einen Wendepunkt in der Geschichte des Bücherregals dar, als es zeigte, dass ein Bücherregal alles andere als langweilig sein muss. Besonders deutlich kommt das neue Regalverständnis vielleicht im Bookworm von Ron Arad zum Ausdruck, der endgültig mit der Vorstellung Schluss macht, dass es sich bei einem Bücherregal um ein rechtwinkliges Möbel handelt. Der 1993 von Kartell in Kunststoff produzierte Bookworm ist nicht nur rund und geschwungen, er ist als Form eigentlich gar nicht definiert und lässt sich je nach Vorlieben in allen möglichen Spiral- oder S-Formen aufhängen.

Quelle: derstandard.at, geschichtspuls.de
Bild: Frederic Vandaele (Flickr), BücherPICK

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