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Viele Häuser und Wohnungen stehen unter Denkmalschutz

In Deutschland gibt es ca. 1 Million Immobilien, die unter Denkmalschutz stehen. In den einzelnen Bundesländern gelten hier verschiedene gesetzliche Bestimmungen, die durch das jeweils zuständige Ministerium geregelt werden. Fest steht aber, dass sowohl beim Kauf als auch bei der Sanierung eines solchen Objektes mit einigen Hürden zu rechnen ist.

Renovierung denkmalgeschützter Gebäude

Wer sich für den Kauf von einer Immobilien entschieden hat, die unter Denkmalschutz steht, auf den kommen die verschiedensten Auflagen und Genehmigungsverfahren zu. Auch die finanziellen Belastungen sind oftmals nicht genau zu kalkulieren. Die Vorgaben, die vom Landesdenkmalschutz und den zuständigen Behörden gemacht werden, können den neuen Eigentümer in seinem Eigentumsrecht beschränken. Nicht alle persönlichen Vorstellungen werden sich umsetzen lassen.

Man muss davon ausgehen, dass solche Häuser im Unterhalt oft teurer sind. Vor allem die Heizkosten schlagen hier zu Buche. Ein Streitpunkt bei der Sanierung ist oft die Austauschung der Fenster. Oftmals kolliediert der Denkmalschutz mit den wirtschaftlichen Interessen.

Da der Staat aber grundsätzlich daran interessiert ist, historische Gebäude zu erhalten, werden auch einige steuerliche Vergünstigungen angeboten.

Wer eine Immobilie zum Eigennutz kauft, kann 35 % des Kaufpreises unter bestimmten Voraussetzungen vom Finanzamt zurück bekommen. Man kann bis zu 90 % des Kaufpreises abschreiben. Dies ist durch die Denkmal AfA möglich, verteilt über 10 Jahre, jeweils 9 % pro Jahr. Außerdem besteht Abgeltungsstreuerfreiheit. Bei einem Verkauf nach 10 Jahren ist der Gewinn steuerfrei.

Als Kapitalanlage lohnen sich Häuser oder Wohnungen wegen der steuerlichen Vorteile. Modernisierungskosten kann man in den ersten 8 Jahren mit 9 % und in den weiteren 4 Jahren mit 7 % abschreiben.

Immobilien als Kapitalanlage

Gerade in Zeiten hoher Infaltionsraten und niedriger Zinsen ist es eine Überlegung wert, sein Geld in Immobilien, die unter Denkmalschutz stehen, anzulegen. Die steuerlichen Vorteile reizen. Allerdings sollte man sich über die Finanzierung genauestens informieren. Auch ist beim Umbau darauf zu achten, dass der Bauträger über ausreichende Fachkompetenz und Erfahrung bei der Restauration von denkmalgeschützten Objekten verfügt.

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