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Darf man Haustiere in der Wohnung halten?

Mieter, die Haustiere in der Wohnung halten wollen, können unter Umständen Probleme mit den Nachbarn oder dem Vermieter bekommen. Vor allem, wer gefährliche oder ausgefallene Tiere in der Mietwohnung halten will, sollte sich zuerst über die rechtliche Lage informieren.

Solange die Voraussetzungen aus tierschutzrechtlicher Sicht erfüllt sind, dürfen Tierliebhaber so ziemlich alle Haustiere in der Wohnung halten – vom Teddyhamster über die Siamkatze, bis hin zur Kobra. Wer allerdings in einer Mietwohnung lebt, kann bei der Tierhaltung an rechtliche Grenzen stoßen.

Generell gilt, dass Mieter Kleintiere wie Zwergkaninchen, Meerschweinchen, Ziervögel oder Zierfische in der Wohnung halten können, wenn der Mietvertrag keine Regelungen zum Thema Tierhaltung beinhaltet. Doch auch von den Kleintieren dürfen keine Störungen oder Schädigungen Dritter ausgehen. Das Mietrecht erlaubt nicht, Haustiere in der Wohnung komplett zu verbieten, da vor allem die Haltung von Kleintieren zum vertragsgemäßen Gebrauch der Mietsache gehört. Enthält der Mietvertrag eine entsprechende Klausel, so ist diese nach AGBG § 9 unwirksam.

Steht im Mietvertrag, dass die Haltung von Haustieren in der Wohnung der Zustimmung des Vermieters bedarf, kann dieser im Einzelfall abwägen, ob er seine Erlaubnis erteilt oder nicht. Doch selbst wenn der Vermieter sein OK gegeben hat, kann er diese Erlaubnis widerrufen, wenn es durch das Haustier zu Belästigungen oder Bedrohungen der Hausbewohner kommt.

Wer gefährliche Tiere in der Mietwohnung halten will, darf das nur mit ausdrücklicher Erlaubnis des Vermieters tun. Dabei können bereits Hunde als gefährliche Tiere gelten, wenn von ihnen im konkreten Fall eine Gefahr ausgeht.

Quelle: news.myimmo.de, rechtsanwalt-news.de
Bild: Kai Schreiber (Flickr)

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