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Damit die Baustelle nicht zum Fass ohne Boden wird: Absicherung bei Verträgen mit Handwerkern

Als Bauherr hat man es nicht immer leicht, wenn es um die handwerkliche Betreuung und Ausführung des Eigenheimbaus geht. Verzögerungen und Pfusch am Bau können dazu führen, dass die Kosten für Hausbau oder Sanierung völlig außer Kontrolle geraten. Daher sollte man sich als Bauherr frühzeitig umhören und Vergleiche einholen, bevor man sich für eine Baufirma entscheidet.

Ein wichtiger Entscheidungspunkt hierbei ist, dass zumindest das baustellenführende Unternehmen eine Vertragserfüllungsbürgschaft vorweist. Diese Bürgschaft gibt dem Bauherren zum einen die Sicherheit, dass bei Insolvenz des Unternehmens ein dritter Bürge - meist ein Geldinstitut- für die Fertigstellung des Hauses sorgt, und dass der Bauherr im Falle von erheblichen Zeitverzögerungen die Möglichkeit hat, das Bauunternehmen oder die Handwerkergesellschaft zu wechseln.

Bei der Bauabnahme ist es wichtig, sich genug Zeit für die Inspektion zu nehmen, und im Falle von Mängeln und Unstimmigkeiten mit dem Bauunternehmen einen Gutachter oder Anwalt hinzuzuziehen, die sich dann vor Ort um die Beweisaufnahme für ein eventuelles Beweissicherungsverfahren kümmern.

Während der gesamten Bauzeit sollte man ebenfalls in Erwägung ziehen, einen Bausachverständigen zu Rate zu ziehen. Dieser überwacht die Baustelle, wahrt die Interessen des Bauherren und kann aufkommende Mängeln so entgegenwirken. So werden spätere Folgekosten gering gehalten oder ganz vermieden.

In einem Bauvertrag kann ein Betrag als Sicherheitsleistung vereinbart werden, der dann entweder von den Abschlagrechnungen einbehalten werden oder am Ende auf der Schlussrechnung abgezogen werden kann, falls es zu Baumängeln kommt. Erst wenn die Mängel dann behoben wurden und die Gewährleistungsfrist abgelaufen ist, wird dieser Betrag an das Bauunternehmen ausgezahlt. Die Gesetzesgrundlage für diese Verträge ist entweder das VOB (Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen) oder das BGB (Bürgerliches Gesetzbuch).

Ebenso sollten im Bauvertrag die Zahlungsbedingungen und die Preisbasis, der Leistungsumfang, die Örtlichkeitsklausel (Baustellenanschrift sowie Besichtigung vor Ort durch den Handwerker selbst), die Gewährleistungsbedingungen, die Regelungen für Vertragsänderungen, der verbindliche Fertigstellungstermin sowie eventuelle Verzugsentschädigungen festgelegt werden.

Quelle: FR-online, Baukosten.com
Bild: Songkran (Flickr)

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