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Verschiedene Bauweisen von Dachrinnen: Vor- und Nachteile

Dachrinnen fangen das Wasser auf, das bei Regen an den Dachkanten abfließt und leiten es dann zum Regenrohr weiter. Um Wasserschäden an Wänden und Fundamenten vorzubeugen, muss diese Dachentwässerung problemlos funktionieren und auch bei starken Regenfällen standhalten. Um das zu gewährleisten, müssen Dachrinnen und Regenrohr sorgfältig bemessen und an die Gegebenheiten vor Ort angepasst werden. Verschiedene Bauweisen von Dachrinnen haben unterschiedliche Vor- und Nachteile.

Bei den klassischen Dachrinnen handelt es sich um Hängerinnen. Dabei wird eine halbrunde Dachrinne mit Rinnenhaken an der Dachtraufe befestigt. Bei Verstopfungen im Regenrohr kann das Wasser an der Vorderseite der Hängerinnen übergehen. Die Montage der Dachrinnen erfolgt so, dass die Hinterlüftung des Daches unbeeinträchtigt bleibt. Da diese Dachrinnen sichtbar sind, werden sie meist aus dem gleichen Material hergestellt wie die Dachdeckung.

Standrinnen hingegen sind nach außen hin nicht sichtbar. Die rechteckigen Dachrinnen werden auf einem Mauervorsprung oder auf ein Gesimse montiert und durch einen Verblendungsstreifen abgeschirmt. Da die Hinterlüftung für das Dach sichergestellt werden muss und man darauf achten muss, dass eventuell überfließendes Wasser abgeleitet werden kann, ist die Konstruktion von Standrinnen wesentlich aufwendiger und anspruchsvoller als bei Hängerinnen.

Eine weitere Form der Dachrinne sind die Saumrinnen. Diese werden so an der Traufe des Daches angebracht, dass sie von unten nicht sichtbar sind. Die Hinterlüftung des Daches wird bei Saumrinnen nicht behindert. Ein Nachteil dieser Dachrinnen ist allerdings, dass sie aufgrund des notwendigen Gefälles nicht an der untersten Kante des Daches liegen, so dass immer ein Dachbereich entsteht, der bei Regen nicht in die Dachrinne entwässert wird, sondern einfach nach unten fließt.

Quelle: wohnnet.at, dachrinnen.de
Bild: Thomas Kohler (Flickr)

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