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Betriebskostenabrechnung: Was ist erlaubt?

Welcher Mieter kennt sie nicht? Die Plagegeister der Nebenkostenabrechnung, Strom, Wasser und Gas & Co, die sich oft neben der Kaltmiete noch als schmerzliche Zweitausgaben herausstellen. In Zeiten, in denen die Energiepreise in die Höhe steigen, muss man mit einer Nachzahlung am Ende einer Mietperiode fast fest rechnen.

Doch was ist bei einer Betriebskostenabrechnung erlaubt? Was liegt im Limit? Und was sprengt den Kostenrahmen? Nach Angaben des Deutschen Mieterbundes betragen die durchschnittlichen Betriebskosten für jeden Quadratmeter Wohnfläche 2,74 Euro pro Monat. Wer genauer hinguckt und nachrechnet, dem kommt dieser zunächst geringe Betrag ganz schön happig vor.

Meistens sind in diesem Betrag nur die Heizkosten, Kosten für Wasser und Abwasser, Grundsteuer sowie Müllbeseitigung und weitere Verwaltungskosten enthalten. Für Strom- und Telefonrechnung muss der Mieter zusätzlich noch aufkommen.

Oft sind die Nebenkostenabrechnungen schwer durchschaubar und unverständlich. Wenn die Rechnung mehr als 10% höher als im Vorjahr ausfällt, ist Misstrauen angesagt und es sollte eine öffentliche Mietvereinstelle zu Rate gezogen werden.

Zum Beispiel sollten Reparaturkosten, Instandhaltungsrücklagen, Verwaltervergütungen und Bankgebühren nie in einer Betriebskostenabrechnung enthalten sein. Einzige Ausnahme bilden Wartungsarbeiten für Fahrstuhl und Heizungsanlagen.

Die schriftlich verfasste Nebenkostenabrechnung sollte den Gesamtbetrag und die aufgelisteten Punkte neben dem Verteilersystem auf die einzelnen Mietparteien enthalten. Monatlich geleistete Vorauszahlungen werden mit der jährlichen Abrechnung verrechnet. Theoretisch kann man somit sogar Geld zurückbekommen.

Ist der Mieter sich eindeutig sicher, dass die Betriebskostenabrechnung Fehler aufweist, hat er ganze zwölf Monate Zeit, um Einwände geltend machen zu lassen. Das Einsehen in Gebührungsbescheide ist nur in den Räumlichkeiten des Vermieters oder der Hausverwaltung möglich. Verweigert der Vermieter die Einsicht oder lässt er sich mit der Nebenkostenabrechnung länger als ein Jahr Zeit, müssen die Betriebskosten nicht gezahlt werden.

Quelle: welt.de, n-tv.de
Bild: TorstenMangner (Flickr)

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