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Belebung in der Bürovermietung

Marktstatistiken aus großen Maklerhäusern belegen, dass sich die Flächennachfrage in der Bürovermietung im Vergleich zu den beiden vergangenen Jahren spürbar belebt. Im ersten Halbjahr 2011 wurde der zweitbeste Flächenumsatz seit 2005 verzeichnet: In den sechs großen Ballungsräumen Hamburg, Berlin, München, Stuttgart, Frankfurt und Düsseldorf lag der Flächenumsatz mit 1,42 Millionen Quadratmetern rund 19 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Am meisten Flächen wurden in München vermietet (Flächenumsatz von 387 000 Quadratmetern). Den größten Sprung verzeichnet Stuttgart, das seinen Flächenumsatz mit 128 000 Quadratmetern im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fast verdoppelte. Der einzige Ballungsraum, der einen Rückgang in der Flächenaktivität aufweist ist Düsseldorf – allerdings ist dieses auf die großflächige Anmietung von 90 000 Quadratmetern durch Vodafone im ersten Halbjahr 2010 zurückzuführen.

Demnach schlägt sich der Konjunkturaufschwung seit etwa Mitte des Jahres 2010 auch in der Nachfrage nach Büroraum nieder. Auf ungewöhnlich hohe Zugeständnisse an den Mieter, die auf dem Höhepunkt der Krise mietfreie Zeiten oder zusätzliche Ausstattung beinhalteten, sind nun nicht mehr notwendig. Von den im historischen Vergleich immer noch günstigen Büromieten profitieren vor allem kostenbewusste Mieter, die ohne nennenswert höhere Mietpreise aus Randlagen in die Innenstadt ziehen können.

Trotz des Aufschwungs herrscht weiterhin ein überdurchschnittlich hoher Leerstand. Dieser ist jedoch darauf zurückzuführen, dass vor allem moderne Flächen nachgefragt werden: In diesem Marktsegment ist sogar von einer Verknappung auszugehen. Büroflächen, die nicht zeitgemäß ausgestattet sind, sind weniger marktgängig und ohne Sanierungsmaßnahmen kaum noch zu vermitteln. Die Nachfrage konzentriert sich auf ein im Neubaubereich immer knapper werdendes Angebot das sogar zu einem langsamen Mietpreiswachstum führen könnte.

Quelle: faz.net

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