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Bei Schnee auf dem Dach stehen Hauseigentümer in der Pflicht

Bei lang anhaltenden Schneefallperioden und Minusgraden sollten Hauseigentümer regelmäßig einen Blick aufs Dach werfen. Denn Schnee auf dem Dach kann zu Einsturzgefahr führen. Außerdem sollten sich Eigentümer darüber im Klaren sein, dass sie für Schäden, die durch Schnee und Eis auf dem Dach verursacht werden zur Rechenschaft gezogen werden.

Denn die Verkehrssicherheitspflicht macht Hauseigentümer dafür verantwortlich sicherzustellen, dass von ihrem Gebäude keine Gefahr für andere ausgeht. Wer sicher wissen will, ob der Schnee auf dem Dach eine Einsturzgefahr darstellt, der kann eine Schneelastmessung von einem Fachmann durchführen lassen. Diese führt beispielsweise der TÜV Rheinland LGA durch.

Besonders hoch ist die Einsturzgefahr bei Schnee auf dem Dach bei Gebäuden mit flachen Dächern. Wie Bernd Riedel, Geschäftsfeldleiter Bautechnik bei TÜV Rheinland LGA erklärt, ist für die Einschätzung des Risikos, das von Schnee auf dem Dach ausgeht nicht allein entscheidend, wie hoch der Schnee liegt. 'Nasser, gesättigter Schnee ist viel schwerer als Pulverschnee und kann auch bei geringer Höhe gefährlich werden', so der Fachmann. Besonders hoch ist das Risiko, wenn Tau- und Kältephasen sich abwechseln, weil sich dann auch noch eine Eisschicht auf dem Dach bilden kann, die das Gewicht weiter erhöht.

Neben der Einsturzgefahr des Dachs, sollten Hauseigentümer aber auch bedenken, dass Passanten, die durch eine Dachlawine oder herabfallende Eiszapfen verletzt werden, Anspruch auf Schadenersatz haben. Auch für Schäden an parkenden Autos, die durch herabstürzende Schnee- und Eismassen verursacht wurden, liegt die Haftung beim Hauseigentümer.

Daher sollte er im Zweifelsfall den Schnee vom Dach entfernen lassen. Wie Alexander Wiech vom Eigentümerverband Haus und Grund betont, muss der Hausbesitzer dafür nicht selbst aufs Dach klettern: 'Wir empfehlen, sich als Erstes an die Feuerwehr zu wenden, wenn man befürchtet, dass durch den Schnee Gefahr droht. Man könne sich aber auch beim Ordnungsamt 'erkundigen, an wen man sich wenden soll', oder sich direkt an einen Dachdeckerbetrieb wenden.

Quelle: n-tv.de, hausbautipps24.de
Bild: Falk Lademann (Flickr)

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